A three-day workshop (July 14-16, 2026) in Sarajevo focused on developing an Emergency Medical Team (EMT) in the Federation of Bosnia and Herzegovina (FBIH). As an EMT „Twinning“ activity, it united diverse FBIH stakeholders (Health Ministry, Civil Protection, Red Cross, WHO) with German partners ASB and RKI. Participants learned about the WHO EMT initiative and ASB’s classification experiences. Practical sessions included assessing Red Cross equipment, discussing operational concepts, and a team tent-building exercise. The workshop successfully generated enthusiasm for the FBIH EMT development, underscoring how partnerships accelerate the process and build a vital collaborative EMT community for future missions.
Dr. Nejra Jonuzp, EMT-Leiterin vom Institut für Notfallmedizin des Kantons Sarajewo, führt durch eine Diskussion.
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WHO Country Office
Beim Aufbau eines Emergency Medical Teams (EMT) gibt es mehrere Faktoren, die den Entwicklungsprozess gemeinsam vorantreiben. Dazu zählen die Menschen, die das Team bilden, die Leitung des Teams samt der zugrunde liegenden Prozesse, sowie die Partnerschaften. Alle drei Aspekte waren beim Workshop in Sarajewo vom 14.-16. Juli 2026, dessen Fokus auf der Entwicklung eines EMTs in der Föderation Bosnien und Herzegowina (FBIH) lag, präsent. Der Workshop wurde als EMT-„Twinning“-Aktivität des GHPP-Projekts „EMT ReCaP“ umgesetzt, gemeinsam mit den Projektpartnern Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) aus Deutschland und dem Institut für Notfallmedizin des Kantons Sarajevo. Zum ersten Mal brachte der Workshop Repräsentantinnen und Repräsentanten aus dem gesamten Spektrum der FBIH EMT-Struktur und der beteiligten Akteure zusammen, inklusive dem Gesundheitsministerium der Föderation Bosnien und Herzegowina, dem Katastrophenschutz des Kantons Sarajewo, dem nationalen Roten Kreuz, sowie dem Länderbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Am Workshop nahmen auch drei Vertretende des ASB-EMTs teil sowie eine RKI-Kollegin aus dem EMT National Focal Point-Team von ZIG 3.
Das Treffen war von Beginn an geprägt von Vielfalt und großem Tatendrang. In einem Raum versammelt, wurden die unterschiedliche Akteure – darunter örtliche medizinische Fachkräfte, Feuerwehrleute, Bergretter sowie Mitgliederinnen und Mitglieder des Roten Kreuzes – über die EMT-Initiative der WHO, die Gründe für den Aufbau eines EMTs in FBIH sowie die bisher erzielten Fortschritte informiert. EMT-Expertinnen und -Experten des ASB berichteten zudem anhand von Beispielen über ihre Erfahrungen bei der WHO-Klassifizierung ihres EMTs – wichtig vor allem im Hinblick auf den laufenden Klassifizierungsprozess des FBIH-EMTs.

Austausch zum Thema EMT-Konzept und -Setup im Lager des Roten Kreuzes der Förderation Bosnien und Herzegowina.
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RKI
Da vieles besser verstanden wird, wenn man es selbst sieht und anwendet, statt nur davon zu hören, stand am zweiten Tag ein Besuch in der Lagerhalle des Roten Kreuzes der FBIH in Visoko auf dem Programm. Dort wurde die bereits vorhandene Ausrüstung präsentiert, auf die das EMT technisch weiter aufbauen kann. Verteilt über die gesamte Lagerfläche fanden außerdem Gruppendiskussionen mit dem ASB-Team statt, um gemeinsam das Konzept des Emergency Medical Teams in operativer und logistischer Hinsicht zu erörtern. Im Außenbereich und unter der Sonne Visokos wurde ein Einsatzzelt zweimal auf- und wieder abgebaut. Es handelte sich um eine Teamübung, die verdeutlichte, wie wichtig es ist, in einem EMT als medizinisches und logistisches Personal Hand in Hand zusammenzuarbeiten, unabhängig von der jeweiligen Aufgabe und Rolle. Der Aufenthalt im Zelt anstelle eines Meetingraums gab Anlass zu vielen praktischen Fragen und Diskussionen rund um den Aufbau eines EMTs. Der Tag endete mit einem Besuch beim Institut für Notfallmedizin des Kantons Sarajevo, der viele Einblicke in dessen operative Realität bot – insbesondere in das einzigartige Versorgungssystem, das auf Föderationsebene nur im Kanton Sarajevo existiert.

Gemeinsam bauen Teilnehmende aus verschiedenen Organisationen ein Einsatzzelt auf.
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RKI
Der letzte Tag bot Gelegenheit, gemeinsam den Entwicklungsprozess der EMT-Standardarbeitsanweisungen (SOPs) zu erörtern. Ausstehende Fragen aus den vergangenen Tagen wurden angesprochen und zu erwartende Herausforderungen und nächste Schritte thematisiert. Zum Abschluss des Workshops brachten die meisten Teilnehmenden, die am ersten Tag mit nur begrenzten Kenntnissen über die EMT-Initiative zum Meeting gekommen waren, ihren Enthusiasmus zum Ausdruck, Teil des FBIH-EMT-Entwicklungsprozesses zu werden. Dies war ein entscheidender Erfolgsmoment des Workshops, der mehr Klarheit hinsichtlich der anstehenden Aufgaben in den kommenden Monaten schuf – ein Prozess, den die Twinning-Partnerschaft im Rahmen des EMT ReCaP-Projekts begleiten wird.
Der Aufbau eines EMTs wäre zwar auch im Alleingang möglich, doch die Umsetzung im Rahmen von Partnerschaften wie dem Twinning-Programm beschleunigt den Prozess, da bereits vorhandene Erfahrungen einbezogen werden und die Teams voneinander lernen können. Außerdem trägt das Programm zum Aufbau einer aktiven EMT-Community bei, die bei künftigen Einsätzen zusammenarbeiten kann, sollte die Situation dies erfordern.
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