Bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäure offenbar einen wichtigen Beitrag zu Reduzierung der Leberverfettung leisten und erscheint damit als vielversprechende Therapieoption.
Ein chinesisches Forschungsteam hat die Wirkung von Omega-3-Fettsäure auf den Lipidstoffwechsel und die Lipideinlagerungen in der Leber sowie die zugrundeliegenden Mechanismen untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlicht.
Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte
- Omega-3-Fettsäuren können bei nichtalkoholischer Fettleber die Einlagerung von Fett in der Leber deutlich reduzieren.
- In Studien an Zellen und Mäusen zeigten sich Verbesserungen des Lipidstoffwechsels und der Blutfettwerte (Triglyceride, Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin).
- Auch die Fettansammlungen im Lebergewebe der Mäuse wurden durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren signifikant reduziert.
- Die Wirkung beruht unter anderem auf der Regulation bestimmter Gene und Proteine, die den Fettstoffwechsel steuern.
- Insgesamt erscheinen Omega-3-Fettsäuren als vielversprechender Ansatz gegen nichtalkoholische Fettlebererkrankungen.
Fettleber belastet die Gesundheit
Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen sind relativ weit verbreitet und können die Gesundheit der Betroffenen langfristig stark belasten. Nicht zuletzt steigt bei einer Fettleber auch das frühzeitige Sterberisiko, wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr belegt.
Als wichtigste Punkte der Behandlung gelten im Allgemeinen ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung, wobei verschiedene Lebensmittel und Ernährungsbestandteile bereits mit besonders vorteilhaften Effekten auf die Leber in Zusammenhang gebracht wurden.
Beispielsweise berichteten Forschende 2024 in dem „Journal of Functional Foods“, dass Chiasamen eine Fettleber wirksam lindern können und in einer erst kürzlich veröffentlichten Studie zeigte Schwefelwasserstoff eine beeindruckende therapeutische Wirkung gegen Fettlebererkrankungen.
Kann Omega-3-Fettsäure helfen?
Ebenso gab es bereits Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäure positive Auswirkungen auf den Lipidstoffwechsel und die Leberfunktion hat, aber die molekularen Regulationsmechanismen blieben weitgehend unklar, berichtet das chinesische Forschungsteam.
In Zellversuchen und an Mäusen untersuchten die Fachleute daher die Effekte von Omega-3-Fettsäuren auf den Lipidstoffwechsel und die hepatische Lipideinlagerung. Außerdem wurde der Einfluss auf die Expression bestimmter Micro-RNA und die Werte verschiedener Proteine erfasst.
Verringerte Fetteinlagerungen in der Leber
Bei den Mäusen senkte die Verabreichung von Omega-3-Fettsäuren die Serumspiegel der Triglyceride, das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin, aber auch Fetteinlagerungen Lebergewebe, berichtet das Team.
Weiterhin konnten die Forschenden nachweisen, dass die Gabe von Omega-3-Fettsäuren bei den Mäusen die Expression von miR-34a und SREBP-1c reduziert und die Expression von SIRT1, PGC-1α und CPT-1A erhöht.
Vielversprechende Behandlungsoption
Insgesamt verdeutlichen die Studienergebnisse, dass Omega-3-Fettsäuren den Lipidstoffwechsel äußerst positiv beeinflussen und die hepatischen Lipidablagerungen insbesondere durch eine Herunterregulation der miR-34a-Expression reduzieren können.
Damit erscheint die Einnahme von Omega-3-Fettsäure als vielversprechende Behandlungsoption bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen. Bevor allgemeine Empfehlungen ausgesprochen werden können, sind nun weitere Studien erforderlich, um die Wirkung am Menschen zu überprüfen. (fp)
Ref: https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/fettlebererkrankungen-wieso-omega-3-fettsaeuren-helfen-20260422607749/












