Palmen, exotische Blüten und üppige Landschaften gehören für viele zum perfekten Urlaub. Doch nicht alles, was idyllisch wirkt, ist ungefährlich. Weltweit wachsen Pflanzen, die schon bei der bloßen Berührung schwere Vergiftungen auslösen können und sogar bis zum Tod führen.
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Das Problem: Viele dieser Arten sind optisch unscheinbar oder sogar besonders hübsch. Wer sie nicht kennt, unterschätzt schnell das Risiko. Der reisereporter zeigt dir neun Pflanzen, die du im Urlaub unbedingt meiden solltest.
1. Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)
Die Tollkirsche gehört zu den bekanntesten Giftpflanzen überhaupt und ist in weiten Teilen Europas verbreitet – aber auch in Nordafrika, Westasien sowie in einigen Regionen der USA und Kanadas zu finden. Sie wächst bevorzugt in lichten Wäldern und an Waldrändern. Besonders gefährlich sind ihre glänzenden, schwarz-violetten Beeren, die essbaren Früchten ähneln.
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Schon etwa zehn Beeren können für Erwachsene tödlich sein. Die enthaltenen Giftstoffe führen zu Symptomen wie Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Halluzinationen und im schlimmsten Fall zu Atemlähmung. Einst wurde die Pflanze sogar kosmetisch genutzt, wegen ihrer Fähigkeit, die Pupillen zu vergrößern, galt sie als Schönheitsmittel – mit teils verheerenden Folgen.
2. Manchinelbaum (Hippomane mancinella)
Der Manchinelbaum wächst in tropischen Regionen Amerikas, insbesondere in Florida, in der Karibik und Mittelamerika, und gilt als einer der gefährlichsten Bäume der Welt. Sein spanischer Name bedeutet nicht umsonst „kleiner Apfel des Todes“.

Die Früchte sehen harmlos aus, doch schon ein einziger Biss kann starke Schmerzen und lebensgefährliche Vergiftungen auslösen. Noch tückischer ist jedoch der milchige Saft des Baumes: Er kann bei Hautkontakt schwere Verätzungen verursachen. Selbst Regen, der über die Blätter läuft, nimmt Giftstoffe auf – wer darunter Schutz sucht, riskiert schmerzhafte Blasenbildung auf der Haut.
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3. Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Das Maiglöckchen ist in Europa weit verbreitet und vor allem für seinen intensiven Duft und seine zarten weißen Blüten bekannt. Es gilt als Symbol für Glück und Liebe – ist jedoch hochgiftig. Alle Pflanzenteile enthalten sogenannte Herzglykoside, die den Herzrhythmus beeinflussen.

Besonders die roten Beeren, die sich nach der Blütezeit entwickeln, können bei Verzehr äußerst gefährlich werden. Symptome reichen von Übelkeit und Schwindel bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Kreislaufproblemen. Der Verzehr von nur zwei Blättern kann für einen erwachsenen Menschen bereits tödliche Folgen haben.
4. Oleander (Nerium oleander)
Oleander ist im Mittelmeerraum allgegenwärtig – ob in Hotelanlagen, an Straßen oder in Parks. Seine auffälligen Blüten machen ihn zu einer der beliebtesten Zierpflanzen in Urlaubsregionen. Auch in Marokko, China und Myanmar kommt die Pflanze natürlich vor. Doch der schöne Schein trügt: Alle Teile des Oleanders sind giftig.
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Wie das Maiglöckchen enthält die Pflanze ebenfalls Herzglykoside, die zu schweren Vergiftungserscheinungen führen können. Symptome sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Herzprobleme und im schlimmsten Fall ein Kreislaufzusammenbruch. Zwar schützt der bittere Geschmack oft vor dem Verzehr, doch schon kleine Mengen oder unsachgemäßer Umgang können gefährlich werden.
5. Paternostererbse (Abrus precatorius)
Diese Kletterpflanze stammt ursprünglich aus Asien und Australien, hat sich aber auch in der Karibik und Teilen der USA verbreitet. Ihre leuchtend roten Samen mit schwarzem Punkt werden häufig zu Schmuck verarbeitet. In einigen karibischen Ländern werden die roten Erbsen traditionell zur Abwehr böser Geister eingesetzt.

Doch genau diese Samen enthalten ein extrem starkes Gift. Schon ein einzelnes verschlucktes Korn kann tödlich sein. Dabei gilt, dass sich das Gift nur bei beschädigten oder unreifen Erbsen im Körper freisetzen kann. Reife Früchte haben eine so harte Schale, dass sie im Magen-Darm-Trakt meist kein Gift freisetzen. Ausprobieren sollte man das aber auf keinen Fall!
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Das Gift Abrin greift nämlich die Zellen an und führt zu schweren Symptomen wie Erbrechen, Organversagen und Kreislaufkollaps. Der Verzehr kann somit durchaus tödlich sein.
6. „Selbstmordbaum“ (Cerbera odollam)
Der Zerberusbaum, der meist nur Selbstmordbaum genannt wird, ist in Süd- und Südostasien sowie in Australien verbreitet. Er trägt Früchte, die äußerlich unscheinbar wirken, aber hochwirksame und tödliche Herzglykoside enthalten. Nach dem Verzehr setzt die Wirkung meist schnell ein, spätestens nach sechs Stunden kommt es ohne Behandlung zum Herzstillstand.

Besonders problematisch ist, dass das Gift schwer nachweisbar ist und die Symptome nicht sofort eindeutig zugeordnet werden können. Eine Studie fand heraus, dass die Frucht des Zerberusbaums im Jahr 2004 im indischen Staat Kerala für einen Tod pro Woche verantwortlich war, darunter größtenteils Selbstmorde, berichtet „BBC Wildlife“.
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7. Wasserschierling (Cicuta virosa)
Der Wasserschierling wächst in Nord- und Mitteleuropa vor allem an feuchten Standorten wie Flussufern, Tümpeln oder Teichen, aber auch in bergigen Regionen. Als Mitglied der Doldengewächse kann er in der Blütephase leicht mit essbaren Pflanzen wie Sellerie oder Petersilie verwechselt werden. Dabei gehört er zu den giftigsten Pflanzen Europas.

Die Wurzel der Pflanze enthält das meiste Gift. Eine Vergiftung führt zu schweren Krampfanfällen, Atemproblemen und blutigem Erbrechen. Besonders auffällig ist ein krampfhaft verzogenes Gesicht, das wie ein „Lächeln“ wirken kann. Das Gift entfacht häufig bereits nach 15 Minuten seine Wirkung und führt meist aufgrund einer Atemlähmung zum Tod.
8. Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
Der Blaue Eisenhut ist in Mittel- und Westeuropa verbreitet und fällt durch seine auffälligen violett-blauen Blüten auf. Trotz seiner Beliebtheit als Zierpflanze zählt er zu den giftigsten Pflanzen überhaupt. Das enthaltene Gift Aconitin wirkt direkt auf das Nervensystem.
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Schon über die Haut kann es aufgenommen werden. Erste Symptome sind Kribbeln und Taubheitsgefühle, gefolgt von Herzrhythmusstörungen und Atemlähmung. Aufgrund seiner Wirkung wurde Blauer Eisenhut in der Geschichte sogar als Pfeilgift für die Jagd auf Bären eingesetzt.
9. Stechapfel (Datura)
Der Stechapfel wächst weltweit in warmen Regionen und umfasst eine ganze Pflanzengattung, deren Arten für ihre stark halluzinogene und zugleich giftige Wirkung bekannt sind. Die Pflanzen enthalten die Substanz Scopolamin, die tief in das Nervensystem eingreift.

Schon geringe Mengen können zu Verwirrtheit, starken Halluzinationen und gefährlichen Vergiftungen führen. Besonders riskant ist, dass die Grenze zwischen einer bewusstseinsverändernden und einer tödlichen Dosis sehr schmal ist. Historisch wurde die Pflanze für rituelle Zwecke genutzt – nicht selten ein Spiel mit dem Tod.
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So schützt du dich im Urlaub vor giftigen Pflanzen
Der wichtigste Grundsatz: nichts anfassen, was du nicht kennst – und erst recht nichts essen. Viele Giftpflanzen sehen harmlos oder sogar appetitlich aus, sind aber hochgefährlich. Apps zur Pflanzenerkennung können helfen, sollten aber nur als Orientierung dienen. Absolute Sicherheit bieten sie nicht.
Gerade Kinder sollten im Urlaub besonders sensibilisiert werden, keine Pflanzen zu berühren oder zu probieren. Im Zweifel gilt immer: Abstand halten. Denn in der Natur ist Vorsicht oft der beste Schutz. Wer sich informiert und aufmerksam bleibt, kann das Risiko jedoch deutlich reduzieren. Ein wachsames Auge und gesunder Respekt vor der Natur machen den Urlaub definitiv weniger gefährlich.
Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.
Reisereporter
Ref: https://www.reisereporter.de/tipps-und-tricks/sicherheit/achtung-im-urlaub-das-sind-die-gefaehrlichsten-pflanzen-der-welt-EPSF5QMUMZCRXFAMX77HRRHKAU.html












