Letzte Aktualisierung: April 2026 | Alle Preise: Richtwerte, die je nach Route, Saison, Reisedauer und Buchungszeitpunkt abweichen. Prüfe vor deiner Buchung die aktuellen Paketpreise direkt bei deiner Reederei, z. B. über myAIDA, MyCosta oder den persönlichen Bereich auf msccruises.de. Grad auf beliebten Routen ändern sich Konditionen manchmal innerhalb weniger Wochen.
In meiner Zeit als DJ auf AIDA-Schiffen habe ich nahezu jeden Abend das gleiche Schauspiel erlebt:
Passagiere, die spät nachts noch an der Anytime Bar standen, ihre Bordkarte zückten und sich fragten, ob der nächste Cocktail noch „im Paket“ inkludiert ist. Manche haben fröhlich weiterbestellt, andere haben nervös auf die Uhr geschaut und gerechnet. Nach mittlerweile mehr als 40 Kreuzfahrten mit den unterschiedlichsten Reedereien weiß ich, dass kaum ein Thema für so viel Diskussion sorgt wie die Frage nach dem richtigen Getränkepaket.
Und was soll ich ganz ehrlich dazu sagen? Die Antwort ist mittlerweile komplizierter, als die Hochglanz-Broschüren der Reedereien vermuten lassen. Denn hinter den Paketen steckt ein ausgeklügeltes System, das vor allem eines soll: Geld verdienen!
Für wen sich welches Paket trotzdem rechnet, wo die versteckten Fallen lauern und welche Tricks erfahrene Kreuzfahrer kennen, erfährst du in diesem Artikel. Weiter unten findest du außerdem einen interaktiven Getränkepaket-Rechner, mit dem du in 30 Sekunden ausrechnest, ob sich ein Paket auf deiner Route lohnt. Aber erst die Grundlagen.
Wie funktionieren Getränkepakete auf Kreuzfahrtschiffen?
Bevor wir in die Details der einzelnen Reedereien einsteigen, kurz die Grundlagen. Ein Getränkepaket ist im Prinzip eine Flatrate: Du zahlst einen festen Tagespreis pro Person und darfst dafür bestimmte Getränke an Bord konsumieren, ohne jedes Mal einzeln zu zahlen.
Klingt simpel. Ist es aber nicht.
Denn die Tücke steckt in den Details: Welche Getränke sind enthalten? Gilt das Paket überall an Bord? Müssen alle Erwachsenen in der Kabine dasselbe Paket buchen? Gibt es ein Limit pro Tag? Und wie sieht es mit Kaffee, Wasser und Softdrinks aus?

Die Auswahl an verfügbaren Optionen bei manchen Getränkepaketen ist verwirrend!
Typische Paketarten, die du bei fast allen Reedereien findest:
- Alkoholfreie Pakete mit Softdrinks, Kaffeespezialitäten, Wasser und Mocktails
- Basis-Alkoholpakete mit Standard-Cocktails, Bier und Hauswein bis zu einer Preisobergrenze pro Drink
- Premium-Pakete mit erweiterter Spirituosenauswahl und Zugang zu Spezialbars
- All-In-Tarife, bei denen das Getränkepaket bereits im Reisepreis steckt
- Guthaben-/Voucherpakete als flexible Alternative zur Flatrate
Die wichtigste Regel, die über Gewinn oder Verlust entscheidet: Fast alle Reedereien verlangen, dass sämtliche volljährigen Gäste einer Kabine dasselbe Paket buchen. Trinkt dein Partner kaum Alkohol, zahlst du trotzdem doppelt. Diese „Kabinenpflicht“ ist der größte Kostentreiber, den viele erst zu spät auf dem Schirm haben.
Persönlicher Getränkepaket-Rechner: Lohnt es sich für dich?
Genug der grauen Theorie. Wähl einfach deine Reederei, trag ein, was du an einem typischen Seetag an Bord konsumierst und du siehst sofort, ob sich welches Paket auf deiner Route rechnet. Die Hafentage sind automatisch einkalkuliert (an denen trinkst du erfahrungsgemäß nur halb so viel) und die Servicegebühren stecken bereits in den Einzelpreisen.
Noch ein Hinweis: Durch die Kabinenpflicht müssen bei den meisten Reedereien alle Erwachsenen einer Kabine dasselbe Paket buchen. Rechne also für jede Person einzeln durch!
Du willst verstehen, warum die Zahlen so ausfallen? Dann lies weiter. In den folgenden Abschnitten schauen wir uns die Pakete jeder Reederei im Detail an.
AIDA Cruises: ALL IN, FUN & die neue Paketstruktur
AIDA hat zum 15. Juli 2025 das Getränkesystem komplett umgebaut und auf vier Pakete reduziert. Wer noch die alten Bezeichnungen wie „Light“ oder „Comfort Deluxe“ im Kopf hat, muss umdenken.
Die vier Pakete im Überblick
- ALL IN (ab ca. 39,90 € pro Person/Tag) ist das Rundum-Paket: Cocktails, Bier, Wein, Sekt, Kaffeespezialitäten, Softdrinks, Mocktails und mehr. Abgedeckt sind fast alle Getränke an den Bars und in den Restaurants. Ausgenommen bleiben selbst gebraute Biere, Starbucks-Produkte und einzelne Premium-Spirituosen. Wichtig: Das ALL IN ist erst ab 5 Tagen Reisedauer buchbar.
- FUN (ab ca. 16,50 € pro Person/Tag) ist das rein alkoholfreie Paket: Softdrinks, Säfte, Kaffeespezialitäten (ohne Alkohol), Mocktails und Milchshakes. Für alle Reisen verfügbar, ab 16 Jahren buchbar.
- Kids & Teens ALL IN (ab ca. 17,90 € pro Person/Tag) richtet sich an Gäste von 2 bis 24 Jahren und entspricht im Wesentlichen dem ALL IN ohne Alkohol. Im ALL-IN-Tarif ist dieses Paket bereits enthalten.
- Kids & Teens FUN (ab ca. 10,90 € pro Person/Tag) ist die günstigere alkoholfreie Variante für den Nachwuchs mit einem etwas kleineren Sortiment.
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Lecker Cocktails, frisch gemixt vom gut gelaunten Barkeeper – so kennt man das bei AIDA. (© AIDA Cruises)
Konkrete Preisbeispiele (Stand: April 2026)
AIDA arbeitet inzwischen mit dynamischen Preisen, die je nach Route, Saison und Reisedauer schwanken. Auf myAIDA siehst du den exakten Preis erst nach Login für deine konkrete Reise. Damit du trotzdem ein Gefühl bekommst, hier zwei aktuelle Beispiele:
- Mittelmeer, 7 Tage mit AIDAcosma (Sommer 2026): Das ALL-IN-Paket kostet ca. 39,90 € pro Person und Tag, also rund 279 € für die gesamte Reise.
- Karibik/Transatlantik, 12 bis 29 Nächte (Winter 2026/27, z. B. AIDAperla): In den ALL-IN-Tarifen (COMFORT, PREMIUM, CLASSIC ALL IN) ist das Getränkepaket oft bereits im Reisepreis enthalten. Wer separat bucht, zahlt je nach Reisedauer ca. 35 bis 40 € pro Tag. Längere Reisen drücken den Tagespreis nach unten.
Generell gilt: Die Preise können je nach Fahrtgebiet um 10 bis 20 % variieren. Ein Blick ins myAIDA-Portal vor der Buchung ist daher Pflicht!
Buchungsbedingungen und Kabinenregel
Alle Pakete sind bis 3 Tage vor Abreise über myAIDA buchbar, außerdem am Anreisetag an Bord. Spätere tageweise Buchung ist nicht möglich. Für alle volljährigen Gäste einer Kabine gilt ohne Ausnahme: Gleiches Paket! Kinder und Jugendliche können davon abweichend ein Kids-Paket oder gar keins buchen.
Spartipp: In den Tarifen COMFORT ALL IN, PREMIUM ALL IN und CLASSIC ALL IN ist das umfangreichste Getränkepaket bereits enthalten. Wer zwischen den Tarifen schwankt, sollte den Gesamtpreis vergleichen, statt Paket und Kabine separat zu rechnen.
Was darf mit an Bord?
Bei der Einschiffung ist die Mitnahme von Alkohol verboten. Während der Reise darfst du maximal 1 Liter alkoholisches Getränk pro Person vom Landausflug mitbringen, allerdings nur zum Konsum auf der Kabine. Wird bei der Einschiffung Alkohol entdeckt, wird er konfisziert und am Reiseende zurückgegeben. Eine Wasserflasche im Rucksack wird in der Praxis meist toleriert.
Was viele nicht wissen
Im Buffetrestaurant sind bei AIDA zu den Mahlzeiten Softdrinks, bestimmte Biere, Wein und Wasser bereits ohne Paket kostenlos erhältlich. Wer das konsequent nutzt und nur abends mal einen Cocktail bestellt, kommt ohne Paket oft günstiger weg.
Außerdem gibt es als Alternative zum Flatrate-Paket das Genießerpaket: Du zahlst beispielsweise 90 € und erhältst 100 € Bordguthaben (10 % Rabatt). Bei höheren Stufen sind bis zu 20 % Rabatt drin. Der Haken: Restguthaben verfällt am Reiseende. Vielfahrer-Tipp aus dem kreuzfahrt-coach.de-Blog: Am letzten Abend mit dem Restguthaben Craft-Bier-Flaschen kaufen, die du mitnehmen kannst.
Mein Schiff (TUI Cruises): Premium Alles Inklusive
Mein Schiff macht es anders als alle anderen. Es gibt keine klassischen Getränkepakete, denn das Konzept „Premium Alles Inklusive“ steckt bereits im Reisepreis. Über 100 Markengetränke sind den ganzen Tag über in nahezu allen Bars und Restaurants enthalten: Markenbiere (Beck’s, Corona, Franziskaner), Hausweine und weitere Weine im Glas, eine große Auswahl an Cocktails und Longdrinks, Kaffeespezialitäten, Softdrinks und Wasser.
Das ist der Grund, warum Mein Schiff in deutschen Foren und auf Social Media so positiv abschneidet. Viele Gäste sagen ganz direkt: „Besser als das größte AIDA-Paket!“
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Eine große Auswahl an inkludierten Getränken wartet in der Barkarte der Mein Schiff Flotte. (© TUI Cruises GmbH)
Was kostet extra?
Nur besonders exklusive Marken, hochwertiger Champagner und einzelne Signature-Drinks sind aufpreispflichtig. Wer Premium-Spirituosen wie Monkey 47 Gin oder Ron Varadero 15 Años möchte, zahlt regulär 8 € pro Glas.
Zusatzpakete für Genießer
Obwohl das meiste inklusive ist, bietet TUI Cruises einige Genusspakete an:
- Das Gourmet-Paket PLUS (ca. 149 € pro Person, einmalig) beinhaltet drei Menüs in Spezialitätenrestaurants inklusive sämtlicher Getränke während des Restaurantbesuchs. Champagner bleibt ausgenommen.
- Das Captain’s Bar Paket (69 € pro Person und Tag, nur kabinenweise buchbar, ab 18 Jahren) öffnet für einen Tag die exklusive Captain’s Bar mit Blick auf die Brücke. Auch hier: Champagner ist ausgeschlossen. Das beweist, dass selbst im teuersten Zusatzpaket die Margen bei Schaumweinen genau geschützt werden.
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Was darf mit an Bord?
Da bei Mein Schiff fast alles inklusive ist, besteht kaum Anlass, eigene Getränke mitzubringen. Die AGB geben TUI Cruises das Recht, den Vertrag zu kündigen, wenn Gäste alkoholische Getränke zum Eigenverbrauch mitführen. Eine einzelne Souvenir-Flasche vom Landausflug wird in der Praxis geduldet, erwünscht ist es nicht. Duty-Free-Schnaps an Bord konsumieren? Explizit verboten.
MSC Cruises: Easy, Premium Extra & das 15-Drinks-Limit
MSC hat die Paketstruktur für die Saison 2025/2026 massiv überarbeitet. Die größte Neuerung: Seit August 2025 sind alkoholische Getränke in allen Paketen auf maximal 15 Drinks pro Person und Tag limitiert. Schluss mit „unlimited“. Alkoholfreie Getränke sind davon nicht betroffen.
Die vier Hauptpakete
- Easy (ab ca. 36 bis 40 € pro Person/Tag bei Vorabbuchung) ist das Einstiegspaket mit klassischen Cocktails, Hauswein, Fassbier, Softdrinks und Kaffeespezialitäten. Achtung: Das Easy-Paket gilt nicht in Spezialitätenrestaurants und seit Ende 2025 auch nicht mehr auf den Privatinseln Ocean Cay und Sir Bani Yas. Dort bekommst du mit Easy nur 15 bis 50 % Rabatt statt Freigetränke.
- Premium Extra (ab ca. 70 bis 75 € pro Person/Tag) deckt Premium-Spirituosen, Marken-Whiskys, Signature-Cocktails und eine breitere Weinauswahl ab. Gilt auch in Spezialitätenrestaurants und auf den Privatinseln. Getränke bis ca. 14 € Kartenpreis sind enthalten.
- Alkoholfreies Paket (ab ca. 24 € pro Person/Tag) mit Softdrinks, Säften, Energydrinks, Mocktails, Kaffeespezialitäten und Softeis. Nicht gültig in Markenbars wie Venchi oder Jean Philippe.
- Kinderpaket (ab ca. 17 € pro Person/Tag für 3 bis 17 Jahre in Europa) mit alkoholfreien Cocktails, Säften, Softdrinks und Softeis. Nur buchbar in Kombination mit einem Erwachsenenpaket.

Ein Traum für jeden Bierliebhaber: Das britische Pub „Masters of the Sea“ an Bord der MSC-Flotte. (© MSC Cruises)
Konkrete Preisbeispiele (Stand: April 2026)
Auch bei MSC sind die Preise dynamisch und variieren je nach Route, Reisedauer und Buchungszeitpunkt. Auf myMSC siehst du den exakten Preis erst nach Login. Ein paar aktuelle Orientierungswerte:
- Easy, Europa/Mittelmeer, unter 10 Nächte: Ab ca. 40 € pro Person und Tag bei Vorabbuchung im Reisebüro.
- Easy, ab 10 Nächten: Ab ca. 36 € pro Person und Tag. In Sommer-2026-Aktionen (Karibik und Mittelmeer) wurde das Easy-Paket teils schon ab 21 € pro Tag angeboten.
- Premium Extra, regulär: 70 bis 75 € pro Tag. Mit Sonderrabatten (z. B. Wave-Season-Aktionen) teils runter bis 35 € pro Tag. Wer flexibel ist und Aktionen beobachtet, spart hier enorm.
Buchungsbedingungen
Pakete gelten immer für die gesamte Dauer der Kreuzfahrt. Alle Gäste einer Kabine müssen dasselbe Paket buchen. Bucht ein Erwachsener ein Paket, müssen mitreisende Kinder in Europa das Kinderpaket dazubuchen.
Der wichtigste Spartipp bei MSC: Vorab buchen. Bei Vorabbuchung entfällt das Serviceentgelt von 15 % (in Europa) bzw. 18 % (USA/Karibik), das bei Bordkauf auf den Paketpreis draufgeschlagen wird. Das macht locker 6 bis 8 € Unterschied pro Tag.
Was darf mit an Bord?
MSC gehört zu den strengsten Reedereien: Kein Alkohol, kein Wasser, keine Softdrinks dürfen mitgebracht werden. Einzige Ausnahmen: destilliertes Wasser für medizinische Geräte, Babynahrung und leere Trinkflaschen zum Befüllen an Bord. Im Hafen gekaufter Alkohol wird eingesammelt und erst bei der Ausschiffung zurückgegeben.
Costa Kreuzfahrten: MyDrinks, Pizza-Flat & italienischer Genuss
Costa verfolgt eine interessante Strategie: Die Getränkepakete werden mit kulinarischen Extras gebündelt, um den wahrgenommenen Wert zu steigern. Für den DACH-Markt gibt es eigene „MyItalian“-Pakete, die international nicht verfügbar sind.
Die wichtigsten Pakete
- My Soft Drinks (ab ca. 22 bis 23 € pro Person/Tag) ist das alkoholfreie Basispaket mit Softdrinks, Heißgetränken und Mocktails. Achtung: Kein Flaschenwasser, keine Säfte der Marke Looza.
- My Drinks (ab ca. 42 € pro Person/Tag) ergänzt Bier vom Fass (Heineken), Aperitifs (Aperol Spritz), Cocktails, Spirituosen und Wein im Glas. Plus eine 0,5-Liter-Flasche Wasser pro Tag und Vollzahler.
- My Drinks Plus (ab ca. 57 € pro Person/Tag) ist das Premium-Paket: Alle Getränke bis 9 € Kartenpreis, inklusive Premiummarken und der Minibar auf der Kabine (alkoholfrei). Bei Suiten im All-Inclusive-Tarif enthalten.
- MyItalian Genusspaket (ab ca. 34,30 € pro Person/Tag, nur DACH, nur vorab buchbar) bietet neben den Getränken aus My Drinks auch unbegrenzt italienisches Eis (2 Kugeln pro Portion) und einen Pizza-Abend im Spezialitätenrestaurant. Ein cleverer Move von Costa, denn Eis und Pizza machen das Paket emotional attraktiver, obwohl der reine Getränkewert oft nicht den Break-even erreicht.

Unbeschwert den Tag auf See genießen mit einem Getränkepaket bei Costa. (© Costa Crociere)
Der „Glas vs. Flasche“-Trick
Ein typischer Costa-Stolperstein: Im My-Drinks-Paket bekommst du Wasser nur glasweise an der Bar. Willst du Flaschenwasser (etwa für Landausflüge oder die Kabine), brauchst du das teurere My Drinks Plus. Diese scheinbar kleine Einschränkung hat einen großen Effekt: Du musst für jedes Glas Wasser zur Bar gehen, wo die Chance auf Impulskäufe steigt.
Kinderpakete
My Drinks Young bzw. MyItalianYoung (ab ca. 15 € pro Kind/Tag) für 4 bis 17 Jahre, mit alkoholfreien Getränken. Im MyItalian-Paket sind Eis und Pizza für die Kids inklusive. Kinder unter 4 erhalten das alkoholfreie Paket meist kostenlos.
Was darf mit an Bord?
Costa fährt eine ebenso strenge Linie wie MSC: Kein Alkohol, weder bei der Einschiffung noch vom Landgang. Regionale Produkte vom Ausflug werden an Bord verwahrt und erst bei der Ausschiffung herausgegeben. In der Praxis berichten Passagiere, dass 2 bis 3 Flaschen Wasser im Koffer selten beanstandet werden. Verlassen solltest du dich darauf aber nicht.
Hapag-Lloyd Cruises: Luxus mit neuem Inklusiv-Modell
Hapag-Lloyd (MS EUROPA, EUROPA 2 und die Hanseatic-Expeditionsklasse) war lange keine klassische All-Inclusive-Reederei. Das hat sich ab Januar 2026 geändert: Softdrinks, Wasser, Säfte, Cola, Fanta und Sprite sind jetzt für alle Gäste ganztägig im Reisepreis enthalten. Kaffee, Tee und Kaffeespezialitäten waren ohnehin schon kostenfrei. Dazu kommt eine Begrüßungsflasche Champagner.

Ohne Zusatzkosten unterwegs bei einer exklusive Kreuzfahrt an Bord der Hapag-Lloyd Kreuzfahrtschiffe. (© Hapag-Lloyd Cruises)
Das optionale Getränkepaket
Für 44 € pro Person und Tag gibt es ein alkoholisches Getränkepaket mit Bier, Wein, Cocktails und Spirituosen. Das Paket ist ausschließlich an Bord buchbar, nicht im Voraus. Verglichen mit den extrem hohen Basis-Ticketpreisen im Luxussegment ist das eine fast marginale Zuzahlung.
In den Grand, Junior, Penthouse und Owner Suiten sind hochwertige Spirituosen über den Butler-Service ohnehin inklusive, inklusive einer üppig bestückten Minibar. Auf den Expeditionsreisen wird die Minibar in allen Kabinen täglich kostenlos mit alkoholfreien Getränken aufgefüllt.
Was darf mit an Bord?
Hapag-Lloyd veröffentlicht keine explizite Regelung zur Getränkemitnahme. Da Softdrinks und Wasser inklusive sind und die Minibar kostenlos aufgefüllt wird, gibt es kaum einen Anlass, eigene Getränke mitzubringen.
Internationale Reedereien im Überblick
Neben den im DACH-Raum beliebten Reedereien lohnt sich ein Blick auf die großen internationalen Linien. Hier die wichtigsten auf einen Blick:
Royal Caribbean
Das Deluxe Beverage Package ist das Flaggschiff-Produkt bei Royal Caribbean Kreuzfahrten und kostet zwischen 55 und 120 USD pro Tag. Ja, diese Spanne ist kein Tippfehler. Royal Caribbean nutzt dynamische Preisgestaltung wie eine Fluggesellschaft: Der Preis schwankt je nach Schiff, Route, Nachfrage und Buchungszeitpunkt. Erfahrene Passagiere kaufen bei einem guten Preis, beobachten weiter und buchen bei einem Preisverfall um. Das ist bis 48 Stunden vor Abfahrt problemlos möglich.
Das Deluxe-Paket deckt Cocktails, Spirituosen, Bier und Wein bis 14 USD pro Drink ab, plus 40 % Rabatt auf Weinflaschen bis 100 USD. Auf den Paketpreis kommen 18 % Servicegebühr obendrauf. Starbucks an Bord? Nicht im Paket.
Mehr Infos hier:
Mitnahme: 1 versiegelte 750-ml-Flasche Wein oder Sekt pro Gast im Handgepäck. Bis zu 12 Dosen/Flaschen (max. 500 ml) nicht-alkoholischer Getränke pro Kabine. Korkgeld: 15 USD pro Flasche im Restaurant, auf der Kabine kostenlos.
Norwegian Cruise Line (NCL)
NCL lockt mit dem „Free at Sea“-Programm, das ein „Unlimited Open Bar Package“ scheinbar kostenlos zum Tarif dazugibt. In Wahrheit steckt der Wert im höheren Kabinenpreis. Und das Basis-Getränkepaket hat Lücken: Kein Kaffeespezialitäten, kein Flaschenwasser. Dafür gibt es das Premium Plus Upgrade für 49,99 USD pro Tag mit Starbucks, Premiummarken und Mineralwasser.
Mitnahme: NCL hat die überraschendste Regel: Unbegrenzt Flaschen Wein und Champagner darfst du mitbringen (versiegelt). Gleichzeitig verbietet NCL als einzige große Reederei sämtliche nicht-alkoholischen Getränke wie Wasser, Saft oder Limo. Der Grund: Passagiere verstecken Alkohol zu oft in Getränkebehältern. Korkgeld: 15 USD pro 750-ml-Flasche, auch auf der Kabine. Mit Getränkepaket entfällt das Korkgeld.
Carnival Cruise Line
Carnivals Cheers! Beverage Program deckt alkoholische Getränke bis 20 USD Glaspreis ab, plus Wasser, Kaffeespezialitäten und Energydrinks. Das alkoholfreie Bottomless Bubbles ist für Softdrinks da. Die Preise wurden zuletzt mehrfach erhöht: Bottomless Bubbles stieg im April 2026 um 26 % auf 11,99 USD pro Tag, die Servicegebühr kletterte von 18 auf 20 %.
Mehr Infos hier:
Mitnahme: 1 versiegelte 750-ml-Flasche Wein oder Sekt pro Person im Handgepäck. Bis zu 12 Dosen/Kartons (max. 354 ml) nicht-alkoholischer Getränke pro Person, aber nur Dosen oder Kartons, keine Glas- oder Plastikflaschen. Korkgeld: 15 USD im Restaurant, auf der Kabine kostenlos. Carnival ist für die härteste Durchsetzung aller Reedereien bekannt und vernichtet konfiszierten Alkohol ohne Entschädigung.
Celebrity Cruises
Celebrity bietet das Classic (89 bis 99 USD/Tag) und Premium Beverage Package (109 bis 129 USD/Tag), jeweils plus 20 % Servicegebühr. Das Classic-Paket limitiert Drinks auf 10 USD, was die meisten handwerklichen Cocktails ausschließt und zum Premium-Upgrade drängt. Im „Always Included“-Tarif ist das Classic-Paket oft im Reisepreis enthalten.
Mehr Infos hier:
Mitnahme: 1 versiegelte 750-ml-Flasche Wein pro Gast. Korkgeld: 35 USD pro Flasche, das höchste unter allen großen Reedereien. Mit Beverage Package entfällt es.
Princess Cruises
Princess hat die Getränkepakete in ganzheitliche Upgrade-Pakete integriert: Princess Plus (65 USD/Tag) und Princess Premier (100 bis 105 USD/Tag) bündeln Getränke mit WLAN, Trinkgeldern, Spezialitätenrestaurants und mehr. Das Plus-Paket limitiert auf 15 alkoholische Drinks und sogar 12 Wasserflaschen pro Tag. Im Premier-Paket gibt es zusätzlich Landausflugsguthaben (100 bis 300 USD je nach Reisedauer).
Mehr Infos hier:
Mitnahme: 1 Flasche Wein pro Gast korkgeld-frei, weitere Flaschen kosten 20 USD Korkgeld. Bis zu 12 Dosen/Kartons nicht-alkoholischer Getränke pro Person. Nicht regelkonformer Alkohol wird konfisziert und kann vernichtet werden.
Aus der Praxis einer Princess-Vielfahrerin: „Inzwischen nehme ich eigentlich immer das Plus-Paket. Das beinhaltet Trinkgeld, WLAN und die meisten Getränke. Ich könnte wahrscheinlich auch ohne, weil ich wenig Alkohol trinke, aber so ist es einfacher.“
Genau das ist der Punkt: Princess hat die Einzelpreise in den letzten zwei Jahren so stark angehoben, dass das Paket selbst für moderate Trinker zum kleineren Übel wird. 12 Flaschen Wasser (0,5 l) kosteten bis 2024 noch 6 USD, inzwischen über 20 USD. Die Zuzahlung fürs italienische Spezialitätenrestaurant stieg von 30 auf 50 bis 55 USD. WLAN ohne Paket wurde langsamer und teurer. All das mit einem klaren Ziel: Die Pakete als unverzichtbar erscheinen lassen.
Disney Cruise Line
Disney verkauft keine klassischen Getränkepakete. Stattdessen gibt es Flaschenwein- und Bier-Bundles zu fixen Preisen. Softdrinks, Tee, Kaffee und Säfte sind an vielen Stationen an Bord inklusive. Alkohol wird einzeln abgerechnet.
Virgin Voyages
Der Disrupter der Branche: Virgin bietet bewusst kein All-you-can-drink-Paket an. Stattdessen gibt es den Bar Tab: Ein vorausbezahltes Guthaben (z. B. 300 USD mit Bonusguthaben), von dem Getränke einzeln abgezogen werden. Gefiltertes Wasser (still und sprudelnd), Sodas, Filterkaffee und Tee sind für alle Gäste kostenlos. Cocktails kosten faire 9 bis 13 USD, Bier 5 bis 7 USD. Ungenutztes Guthaben verfällt am Reiseende.
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Mitnahme: 2 Flaschen Wein oder Sekt (750 ml) pro Kabine. Korkgeld: 25 USD in Restaurants und Bars. 12 Dosen/Kartons nicht-alkoholischer Getränke pro Person.
Star Clippers
Die authentischen Großsegler verzichten komplett auf Getränkepakete. Dafür sind die Preise an Bord sensationell fair: Hauswein ab 4 € pro Glas (16 € die Flasche), Bier 4,50 €, Cocktails 8 €. Trinkwasser, Filterkaffee und Tee sind rund um die Uhr gratis. Alle Servicegebühren sind in den Preisen bereits enthalten. Bei diesen Preisen ist Pay-as-you-go fast immer die bessere Wahl.

Bei so einem freundlichen Lächeln zum leckeren und günstigen Cocktail des Tages gibt man doch gerne noch etwas zusätzliches Trinkgeld!
Luxus-Reedereien: Wo Getränke einfach dazugehören
Im Luxussegment stellt sich die Getränkepaket-Frage meist gar nicht erst. Hier sind Getränke ein selbstverständlicher Teil des Reiseerlebnisses.
Silversea inkludiert praktisch alles: Champagner, Premiumweine, Bier, Spirituosen, Wasser, Säfte, Softdrinks und die Minibar in der Suite. Getränkepakete? Überflüssig.
Regent Seven Seas geht noch einen Schritt weiter: Unbegrenzte Weine, Champagner, Premium-Spirituosen, Cocktails und alle alkoholfreien Getränke sind Bestandteil des Reisepreises. Die Philosophie dahinter: Wenn du für eine Regent-Kreuzfahrt bezahlst, sollst du dich nie wieder fragen, was ein Getränk kostet.
Seabourn folgt demselben Prinzip: Weitgehend all-inclusive mit Wein, Premium-Spirituosen und Cocktails. Auch hier kein klassisches Paketmodell.
Explora Journeys (die Luxusmarke von MSC) bietet „Unlimited fine beverages“ inklusive Premium-Spirituosen, Weinen, Kaffeespezialitäten und einer voll bestückten In-Suite-Bar. Ein All-Inclusive-Luxusprodukt ohne separates Getränkepaket.
Azamara positioniert sich im Upper-Premium-Segment und bietet bereits in der Basis eine inkludierte Auswahl: Basisspirituosen, internationale Biere und eine täglich wechselnde Weinauswahl (zwei Rot-, zwei Weißweine) sind für alle Gäste kostenlos. Für Premium-Spirituosen gibt es das Premium Package (31,95 USD/Tag) und das Ultimate Package (34,95 USD/Tag) mit Top-Shelf-Marken wie Grey Goose, Belvedere und exotischen Rumsorten. Mitglieder des Treueprogramms „Azamara Circle“ erhalten Rabatte von 10 bis 25 %. Erfahrene Azamara-Gäste raten in Foren oft: Das Premium-Paket weglassen, die inkludierten Basisgetränke nutzen und stattdessen gezielt ein Weinpaket (ab 180 USD) dazubuchen.
Mehr Infos hier:
Die große Vergleichstabelle: Alle Reedereien auf einen Blick
ReedereiWichtigstes PaketPreis/Tag ca.Alkohol inkl.?Kaffee?Minibar?Kabinenpflicht?Vorab günstiger?AIDAALL IN39,90 €JaJaNeinJaJa (ALL-IN-Tarife)Mein SchiffPremium All Inkl.Im ReisepreisJaJaNeinEntfälltEntfälltMSCEasy / Premium Extra40 € / 75 €Ja (max. 15/Tag)JaNein (Ausnahme: YC)JaJa (Service entfällt)CostaMy Drinks / MyItalian42 € / 34,30 €JaJaNein (Ausnahme: Plus)JaJa (C|Club bis 20 %)Hapag-LloydGetränkepaket44 €JaJa (inkl.)Ja (Suite/Expedition)Nein (individuell)Nur an BordRoyal CaribbeanDeluxe Beverage55–120 USD + 18 %JaJa (kein Starbucks)NeinJaJa (bis 40 %)NCLUnlimited Open BarIm FAS-TarifJaNur mit UpgradeNeinJaJa (FAS-Promo)CarnivalCheers!variabel + 20 %Ja (bis 20 USD/Drink)JaNeinJaJaCelebrityClassic / Premium89–129 USD + 20 %JaJaNeinJaJaPrincessPlus / Premier65–105 USDJa (Plus: 15/Tag Limit)JaNeinJaJa (5–10 USD günstiger)Virgin VoyagesBar Tab (Prepaid)ab 300 USD BlockPay-per-DrinkBasis inkl.EntfälltNeinJa (Bonus-Guthaben)Star ClippersKein PaketA la carteNeinBasis inkl.EntfälltEntfälltEntfälltAzamaraPremium / Ultimate31,95–34,95 USDJa (Basis inkl.)JaEntfälltJa (bei Upgrade)Ja (10–25 % für Member)SilverseaIm ReisepreisInklusiveJaJaJaEntfälltEntfälltRegentIm ReisepreisInklusiveJaJaJaEntfälltEntfälltSeabournIm ReisepreisInklusiveJaJaJaEntfälltEntfälltExplora JourneysIm ReisepreisInklusiveJaJaJaEntfälltEntfällt
Lohnt sich ein Getränkepaket auf Kreuzfahrt? Die ehrliche Rechnung
Bevor wir in die detaillierte Rechnung einsteigen, hier die Kurzversion: Ob sich ein Getränkepaket bei AIDA, MSC und Costa rechnet, hängt komplett davon ab, was und wie viel du an Bord bestellst. Die folgende Grafik zeigt den täglichen Break-even für drei typische Konsumprofile auf einer 7-Tage-Kreuzfahrt.

Getränkepakete rechnen sich eigentlich erst für Gäste mit hohem Getränke-Konsum.
(Alle Preise inkl. Servicegebühren, Richtwerte Saison 2025/2026.)
Die Reedereien kalkulieren ihre Pakete so, dass sie damit Geld verdienen. Klingt logisch, wird aber oft vergessen. Um herauszufinden, ob sich ein Paket für dich rechnet, musst du deinen täglichen Konsum realistisch einschätzen. Und dabei meine ich wirklich realistisch, nicht „Ich bin ja im Urlaub, da trinke ich bestimmt mehr“.
Dass die Reedereien gezielt Einzelpreise hochschrauben, um Pakete attraktiver wirken zu lassen, ist kein Geheimnis. Bei Costa stiegen die Wasserpreise von 2,90 auf 3,40 €, bei Princess kletterte ein simples Wasserpaket von 6 auf über 20 USD. Die Botschaft ist klar: Kauf das Paket, dann denkst du nicht mehr drüber nach.
Rechenbeispiel: 7-Tage-Kreuzfahrt im Mittelmeer
Für die Berechnung nutze ich realistische Einzelpreise von AIDA, MSC und Costa (jeweils inklusive aller Servicegebühren):
- Typ 1: Der Wenigtrinker (2 Softdrinks, 1 Kaffee, 1 Wasser pro Tag)
Tageskosten bei Einzelkauf: ca. 14 bis 15 €. Das günstigste passende Paket kostet je nach Reederei 17 bis 24 € pro Tag. Ergebnis: Verlust von 3 bis 9 € pro Tag. Auf 7 Tage sind das bis zu 63 € verschenktes Geld. Für Wenigtrinker lohnt sich ein Paket bei keiner europäischen Reederei. - Typ 2: Der Normaltrinker (2 Cocktails, 2 Softdrinks, 2 Kaffee pro Tag)
Tageskosten bei Einzelkauf: ca. 31 bis 35 €. Das passende Cocktail-Paket kostet 34 bis 40 € pro Tag. Ergebnis: Knapp am Break-even oder leicht im Minus. Bei Costa mit dem MyItalian-Paket (34,30 €) plus Pizza und Eis ergibt sich ein hauchdünner Gewinn. Bei AIDA und MSC zahlst du trotzdem drauf. - Typ 3: Der Vieltrinker (4 Cocktails, 3 Bier, 2 Kaffee, 3 Softdrinks pro Tag)
Tageskosten bei Einzelkauf: 68 bis 82 €. Mit Paket zahlst du 40 bis 70 € pro Tag. Ergebnis: Deutlicher Gewinn von 11 bis 33 € pro Tag. Auf 7 Tage sparst du zwischen 80 und 230 €. Für dieses Profil ist ein Paket klar sinnvoll. - Typ 4: Kinder (2 Softdrinks, 1 Wasser pro Tag)
Tageskosten bei Einzelkauf: ca. 10 bis 11 €. Das Kinderpaket kostet 11 bis 17 € pro Tag. Ergebnis: Fast immer Verlust. Die massiven Preiserhöhungen im Kindersegment (bei AIDA bis zu 38 % Aufschlag) machen Kinderpakete in den meisten Fällen unrentabel.
Der Kabinen-Effekt: Wenn Mathematik unfair wird
Richtig teuer wird es, wenn ein Vieltrinker mit einem Wenigtrinker in einer Kabine reist. Beispiel bei MSC: Der Vieltrinker konsumiert für 82 € pro Tag, der Wenigtrinker für 15 €. Zusammen 97 €. Da beide das Premium-Extra-Paket buchen müssen, zahlen sie 140 € pro Tag. Verlust für die Kabine: 43 € pro Tag, 301 € auf 7 Tage. Die Kabinenpflicht macht den individuellen Gewinn des Vieltrinkers komplett zunichte.
Der Hafentage-Effekt
Auf einer typischen 7-Tage-Mittelmeerfahrt hast du nur 1 bis 2 reine Seetage. An den 5 Hafentagen bist du 8 Stunden von Bord. Das gesamte Tagespensum muss in die verbleibenden Morgen- und Abendstunden passen. In der Praxis sinkt der Konsum an Hafentagen drastisch, doch das Paket kostet trotzdem den vollen Tagespreis.
12 clevere Tipps & Tricks von Vielfahrern
Diese Tipps kommen direkt aus deutschen und internationalen Kreuzfahrt-Foren, von Bloggern wie cruisetricks.de und kreuzfahrt-coach.de, und aus den Erfahrungsberichten auf Reddit und Cruise Critic.
- 1. Vorab buchen, nicht an Bord. Das ist der Masterhebel. Bei MSC und Costa entfällt die Servicegebühr von 15 bis 18 %, bei Royal Caribbean gibt es bis zu 40 % Rabatt im Cruise Planner. Der Preisunterschied kann locker 6 bis 10 € pro Tag betragen.
- 2. Preis beobachten und „repricing“ nutzen. Bei dynamischen Preisen (Royal Caribbean, NCL) kannst du ein Paket kaufen, den Preis weiter beobachten und bei einem besseren Angebot stornieren und neu buchen. Das funktioniert oft bis 48 Stunden vor Abfahrt.
- 3. Nicht automatisch das größte Paket buchen. Oft ist die Kombi aus alkoholfreiem Paket plus einzelne Drinks günstiger als das volle Alkohol-Paket. Cruise-Critic-Nutzer beschreiben das als Standardlösung: Refreshment-Paket für Wasser, Kaffee und Mocktails, Alkohol dann einzeln, wenn du nur 1 bis 2 Drinks am Abend brauchst.
- 4. Gratis-Getränke konsequent nutzen. Bei AIDA gibt es im Buffetrestaurant zu den Mahlzeiten kostenlose Softdrinks, Bier, Wein und Wasser. Bei Mein Schiff ist ohnehin fast alles inklusive. Wer diese Inklusivleistungen ignoriert und trotzdem ein Paket „schönrechnet“, zahlt doppelt.
- 5. Bei AIDA die ALL-IN-Tarife als Preisanker prüfen. In COMFORT ALL IN, PREMIUM ALL IN und CLASSIC ALL IN ist das umfangreichste Getränkepaket enthalten. Oft ist der Tarifaufpreis günstiger als Kabine plus separates Paket.
- 6. Upgrade-Deals statt Vollpreis. In Foren wie kreuzfahrten-treff.de berichten Vielfahrer von Upgrade-Angeboten wie „Easy zu Premium Extra für 6,50 € pro Tag“. Solche Deals tauchen besonders rund um Black Friday oder in der Buchungsphase auf.
- 7. Wasser und Softdrinks mitnehmen, wo erlaubt. Bei Royal Caribbean, Carnival und Princess darfst du 12 Dosen/Flaschen nicht-alkoholischer Getränke mitbringen. Auf einer Woche Mittelmeerkreuzfahrt sparst du damit locker 20 bis 30 € gegenüber den Bordpreisen.
- 8. Weinpakete als Alternative für Tischwein-Trinker. Mehrere Flaschen einer Kategorie vergünstigt kaufen und über die Reise verteilen. Gerade bei Azamara und Royal Caribbean sind die separaten Weinpakete oft sinnvoller als das große Deluxe-Paket.
- 9. Bei MSC genau prüfen, wo das Paket gilt. Das Easy-Paket gilt nicht in Spezialitätenrestaurants und nicht auf Privatinseln. Wenn deine Route einen Tag auf Ocean Cay beinhaltet und du dort trinken willst, wird Premium Extra plötzlich sinnvoll.
- 10. Cocktail-Preisgrenzen im Blick behalten. Wenn dein Paket Getränke bis z. B. 14 USD abdeckt, bestell gezielt Drinks knapp unter dieser Grenze. Bei höherpreisigen Cocktails zahlst du die Differenz aus eigener Tasche.
- 11. Bei Guthaben-Paketen: Restguthaben am letzten Abend retten. Kaufe Produkte, die du mitnehmen kannst: Craft-Bier-Flaschen, eine Flasche Wein oder ähnliches.
- 12. Event-Hunting an Bord. Bei AIDA gibt es bei Veranstaltungen manchmal Cocktail-Gutscheine zu gewinnen. Kein Ersatz für ein Paket, aber ein netter Bonus, der die Rechnung drückt.
Wasser sparen an Bord: Leitungswasser, Wasserspender & Landgang-Trick
Kabinenwasser: Trinkbar, aber gewöhnungsbedürftig
Das Wasser aus dem Hahn auf der Kabine ist bei allen großen Reedereien gesundheitlich unbedenklich. Es entspricht der deutschen Trinkwasserverordnung. Die Schiffe erzeugen ihr Frischwasser entweder per Umkehrosmose aus Meerwasser oder tanken es im Hafen. Aus Hygienegründen wird es mit Chlor versetzt, und genau da liegt das Problem: Das Chlor schmeckt nicht! Viele Passagiere empfinden das Kabinenwasser als unangenehm, obwohl es technisch einwandfrei ist.
Der entscheidende Unterschied: Das Wasser aus dem Wasserhahn am Waschbecken und der Dusche ist aufbereitet aber gechlort, während das Wasser in Restaurants und an Wasserspendern zusätzlich aufbereitet wird und deutlich besser schmeckt.
Wasserspender an Bord: Die kostenlose Alternative zum Getränkepaket
Hier muss man je nach Reederei und Schiff unterscheiden:
Mein Schiff hat auf jedem Deck Wasserspender in den Kabinengängen, dazu Glaskaraffen auf den Kabinen zum Auffüllen. Gäste können auch eine Edelstahl-Flasche für 9,90 € erwerben und diese beliebig oft kostenlos auffüllen. Oder du bringst deine eigene Trinkflasche von zu Hause mit. Da bei Mein Schiff Wasser ohnehin inklusive ist, kannst du dir alternativ an jeder Bar ein Glas Wasser bestellen.
AIDA hat Wasserspender nur noch auf den drei älteren Schiffen (AIDAaura, AIDAcara, AIDAvita) in den Gängen. Auf der Sphinx- und Ikarus-Klasse gibt es Wasserspender nur im Fitnessbereich. In den Buffetrestaurants steht zu den Mahlzeiten Wasser in Karaffen bereit, kostenlos. Außerhalb der Essenszeiten bist du auf Barkauf oder Kabinenwasser angewiesen.
MSC und Costa bieten Trinkwasser an den Buffet-Spendern zu den Mahlzeiten an. Außerhalb davon wird Wasser kostenpflichtig.
Die faltbare Trinkflasche: Vielfahrer-Geheimtipp
Erfahrene Kreuzfahrer packen eine faltbare Silikontrinkflasche (500 bis 700 ml) ins Gepäck. Die nimmt leer kaum Platz weg, passt in jede Handtasche und lässt sich an Bord an Wasserspendern, mit der Kabinenkaraffe oder an Land im Supermarkt befüllen. Ideal für Landausflüge, für die Kabine nachts und für den Sport an Bord.
Wichtig zur Hygiene: Füll die Flasche nicht direkt am Spender auf (die Öffnung berührt schnell den Auslauf), sondern über die Karaffe. Und spül die Flasche täglich mit heißem Wasser aus, damit sich kein Biofilm bildet.
Beim Landgang Wasser und Softdrinks kaufen
Der simpelste Spartipp: Eigenes Wasser oder Softdrinks und Säfte aus dem Supermarkt im letzten Hafen sind auf jeden Fall erlaubt und auch wesentlich billiger als auf jedem Kreuzfahrtschiff.
Ein Sixpack 1,5-Liter-Wasser kostet in einem Supermarkt in Barcelona, Palma oder Neapel zwischen 1 und 3 €. An Bord zahlst du für dieselbe Menge locker 15 €. Bei Reedereien, die keine strikten Getränke-Mitnahmeverbote haben (AIDA toleriert es, Mein Schiff hat Wasserspender, Hapag-Lloyd stellt es frei), ist das eine echte Option. Bei MSC und Costa ist das offiziell verboten. In der Praxis berichten Passagiere, dass 2 bis 3 Flaschen Wasser im Rucksack selten beanstandet werden. Garantie gibt es dafür nicht.
Praxistipp: Kauf dir im ersten Hafen einen kleinen Vorrat Wasser in PET-Flaschen und lagere ihn in der Kabine. Das reicht für die Nacht, den Morgenkaffee (Nespresso-Maschine auf der Kabine!) und den nächsten Landausflug. Dazu die inkludierten Tischgetränke beim Essen in den Restaurants. Wer braucht dann noch ein Getränkepaket auf Kreuzfahrt?
Die 7 häufigsten Fehler beim Thema Getränkepakete
- Fehler 1: Paketpreis ohne Servicegebühr rechnen. Bei MSC, Costa, Royal Caribbean und Co. kommen 15 bis 20 % auf den ausgewiesenen Einzelpreis. Ein Cocktail für 14 USD kostet real 16,52 USD. Wer das vergisst, unterschätzt den Einzelkauf und überschätzt den Paketvorteil.
- Fehler 2: Hafentage ignorieren. Auf port-heavy Routen (Mittelmeer, Karibik, Alaska) bist du an 5 von 7 Tagen stundenlang von Bord. Die „5 bis 6 Drinks pro Tag“-Faustregel funktioniert an Seetagen. An Hafentagen schaffst du das realistisch nicht.
- Fehler 3: „Ich kaufe das Paket später, wenn ich sehe, wie viel ich trinke.“ Klingt logisch, funktioniert aber nicht. Die meisten Reedereien berechnen das Paket trotzdem für die gesamte Reise, auch wenn du erst am dritten Tag buchst. Bei AIDA ist ein Kauf nur am Anreisetag und Folgetag möglich.
- Fehler 4: Ausschlüsse nicht lesen. Bei AIDA sind Minibar, Spa, Automaten, Starbucks, Champagner, Flaschenwein und frische Säfte ausgeschlossen. Bei MSC gelten Pakete nicht in bestimmten Themenbars und auf Privatinseln. Diese Ausschlüsse sind keine Randnotiz, sie können richtig ins Geld gehen.
- Fehler 5: Kabinenpflicht unterschätzen. Wenn beide Erwachsenen kaufen müssen, verdoppelst du den Zielwert, aber nicht automatisch den Konsum. Das ist der Hauptgrund, warum es für Paare mit unterschiedlichem Trinkverhalten oft nicht aufgeht.
- Fehler 6: Den „Glas vs. Flasche“-Fallstrick übersehen. Bei AIDA und Costa sind Getränke im Glas oft im Paket, PET-Wasserflaschen für die Kabine oder den Landausflug aber nicht. Bei AIDA können Kabinenwasserflaschen trotz ALL IN 2,50 € kosten.
- Fehler 7: Sich unter Druck setzen, das Paket „rauszuholen“. Sobald das Paket bezahlt ist, entsteht bei vielen das Gefühl, jetzt trinken zu müssen, um den Wert abzuschöpfen. Das macht Stress statt Entspannung. Der Sunk-Cost-Effekt ist real, und die Reedereien kalkulieren ihn ein.

Eigene Getränke mitnehmen: Was ist wo erlaubt?
Die Regeln variieren enorm. Hier die Kurzübersicht:
ReedereiAlkohol mitbringen?Nicht-alkoholische Getränke?KorkgeldAIDANein (bei Einschiffung). 1 Liter vom Landgang erlaubt, nur auf KabineOffiziell nein, in der Praxis toleriertKeins (kein Eigenalkohol in Restaurants)Mein SchiffNein (AGB erlauben Kündigung)Kaum nötig (alles inklusive)KeinsMSCNein (streng, auch vom Landgang)Nein (Ausnahme: leere Flaschen)KeinsCostaNein (auch nicht vom Landgang)Offiziell neinKeinsHapag-LloydKeine explizite RegelungKaum nötig (Softdrinks inklusive)Keine AngabeRoyal Caribbean1 Flasche Wein/Sekt pro Gast12 Dosen/Flaschen pro Kabine15 USDNCLUnbegrenzt Wein/ChampagnerKomplett verboten15 USD (auch auf Kabine!)Carnival1 Flasche Wein/Sekt pro Person12 Dosen/Kartons pro Person (nur Dosen/Kartons)15 USDCelebrity1 Flasche Wein pro GastErlaubt (keine feste Menge)35 USDPrincess1 Flasche Wein pro Gast (korkgeld-frei)12 Dosen/Kartons pro Person20 USD (ab 2. Flasche)Virgin Voyages2 Flaschen Wein/Sekt pro Kabine12 Dosen/Kartons pro Person25 USD
Warnung: Finger weg vom Alkoholschmuggel!
Ich muss das hier ganz klar sagen, auch wenn es in jedem zweiten Kreuzfahrt-Forum als „Lifehack“ kursiert: Alkohol auf ein Kreuzfahrtschiff zu schmuggeln ist keine clevere Sparidee, sondern ein ernsthaftes Risiko.
Die Reedereien kennen jeden Trick
Sämtliches Gepäck wird durch Röntgenscanner geschickt, die denen an Flughäfen gleichen. Die Sicherheitsteams kennen Rum-Runner-Beutel, Mundwasserflaschen mit gefärbtem Wodka, umgefüllte Sonnencreme-Flaschen und den Tampon-Trick in- und auswendig. Nachdem ein virales TikTok-Video zeigte, wie jemand Bierdosen in einer Limonaden-Multipack-Verpackung versteckte und die Verpackung wieder zuklebte, kontrollieren Reedereien inzwischen auch Softdrink-Kartons gezielt.
Zusätzlich zu den technischen Kontrollen setzen Reedereien auf Kabinenstewards, die verdächtige Flaschen melden, auf Verhaltensbeobachtung (du wirkst betrunken, hast laut Bordkonto aber nix bestellt) und auf aktive Social-Media-Überwachung. Carnivals Markenbotschafter John Heald bestätigte das öffentlich auf Facebook.
Was passiert, wenn du erwischt wirst?
Im besten Fall wird dein Alkohol konfisziert und am Reiseende zurückgegeben. Das passiert bei Originalverpackungen bei Royal Caribbean, NCL und AIDA. Im schlechteren Fall wird in nicht-originalen Behältern versteckter Alkohol entsorgt, ohne Entschädigung. Carnival formuliert das unmissverständlich in seinen Richtlinien.
Alle großen Reedereien behalten sich außerdem das Recht vor, Passagiere von Bord zu weisen oder gar nicht erst an Bord zu lassen.
Lebenslang gesperrt: Echte Fälle von 2025
Der schlimmste Fall ist aber das lebenslange Kreuzfahrt-Verbot, und das passiert tatsächlich. Carnival macht hier regelmäßig Beispiele:
Eine Passagierin auf der Carnival Conquest postete nach ihrer Rückkehr ein TikTok-Video, das Alkohol in Tampon-Verpackungen und Shampooflaschen zeigte. Das Video erreichte über 300.000 Aufrufe. Carnivals Ermittler fanden das Video und schickten einen offiziellen Brief mit der Nachricht, dass sie nie wieder mit Carnival fahren dürfe. Das Verbot blieb bestehen, obwohl sie behauptete, das Video sei gefälscht gewesen.
In einem anderen Fall prahlte eine Passagierin auf einer Junggesellinnenfahrt auf TikTok mit verstecktem Alkohol. Carnivals Sicherheitsteam fand das Video noch während der Fahrt, durchsuchte ihre Kabine und fand weiteren Alkohol. Ergebnis: lebenslanges Verbot.
Laut einer Cruzely-Umfrage geben 19 % der Kreuzfahrtpassagiere zu, mindestens einmal Alkohol geschmuggelt zu haben. Die Reedereien wissen das und verschärfen ihre Kontrollen kontinuierlich.
Mein Rat nach über 40 Kreuzfahrten: Es lohnt sich einfach nicht. Der mögliche Schaden steht in keinem Verhältnis zur Ersparnis. Wer bei den Getränkekosten sparen will, findet in den Tipps weiter oben genug legale Hebel.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich auf einer Kreuzfahrt ein Getränkepaket buchen?
Nein, Getränkepakete sind optional. Du kannst jederzeit einzeln bestellen und über dein Bordkonto bezahlen. Ausnahme: Bei manchen All-Inclusive-Tarifen (z. B. AIDA ALL IN, Costa Suite-Tarif) ist ein Paket bereits im Reisepreis enthalten.
Ab wie vielen Drinks pro Tag lohnt sich ein Getränkepaket?
Als grobe Faustregel: Bei Cocktail-Trinkern ab 5 bis 6 Drinks pro Tag, bei Bier-Trinkern eher ab 8 bis 10. Die exakte Schwelle hängt von der Reederei, den Einzelpreisen und den Servicegebühren ab. Vergiss nicht, Hafentage und Gratis-Getränke beim Buffet einzurechnen. Am schnellsten findest du deinen persönlichen Break-even mit dem Getränkepaket-Rechner weiter oben im Artikel.
Können mein Partner und ich unterschiedliche Pakete buchen?
Bei den meisten Reedereien nein. AIDA, MSC, Costa, Royal Caribbean, NCL, Celebrity und Princess verlangen, dass alle Erwachsenen einer Kabine dasselbe Paket buchen. Ausnahmen gibt es bei nachgewiesener Schwangerschaft oder medizinischen Gründen (Callcenter kontaktieren). Bei Hapag-Lloyd und Virgin Voyages ist eine individuelle Buchung möglich.
Kann ich ein Getränkepaket auch nur für einzelne Tage buchen?
In der Regel nein. Pakete gelten bei fast allen Reedereien für die gesamte Reisedauer. Auch wer erst am dritten Tag bucht, zahlt meist rückwirkend für die ganze Reise.
Sind Getränke bei Mein Schiff wirklich inklusive?
Ja. Das Premium-Alles-Inklusive-Konzept umfasst über 100 Markengetränke in nahezu allen Bars und Restaurants. Nur besonders exklusive Marken, Champagner und einzelne Signature-Drinks kosten extra.
Gilt mein Getränkepaket auch auf Landausflügen?
Nein, Getränkepakete gelten ausschließlich an Bord. Auf Landausflügen zahlst du selbst. Bei MSC gilt das Easy-Paket seit Ende 2025 auch nicht mehr auf den Privatinseln.
Gibt es ein Limit, wie viele Getränke ich pro Tag bestellen darf?
MSC limitiert seit August 2025 auf 15 alkoholische Getränke pro Tag. Princess Cruises hat im Plus-Paket ebenfalls ein Limit von 15 alkoholischen Drinks und 12 Wasserflaschen. Bei den meisten anderen Reedereien gibt es kein explizites Tageslimit, aber die Barkeeper sind angewiesen, den Alkoholkonsum zu überwachen.
Darf ich eigenen Wein mit auf das Kreuzfahrtschiff nehmen?
Das hängt von der Reederei ab. Bei Royal Caribbean, NCL, Carnival, Celebrity, Princess und Virgin Voyages darfst du 1 bis 2 Flaschen Wein pro Person bzw. Kabine mitbringen. Bei AIDA, MSC und Costa ist die Mitnahme bei der Einschiffung verboten. Bei NCL ist sogar die Mitnahme unbegrenzter Weinflaschen erlaubt, allerdings fällt überall (auch auf der Kabine!) ein Korkgeld von 15 USD an.
Mein Fazit nach 40+ Kreuzfahrten
Die Wahrheit über Getränkepakete ist weniger glamourös, als die Reedereien es gerne hätten. Für Wenigtrinker und Familien sind Pakete in den allermeisten Fällen ein Verlustgeschäft. Die Reedereien haben ihre Preise so kalkuliert, dass der durchschnittliche Passagier den Break-even knapp verfehlt. Das ist kein Zufall, das ist Yield Management.
Wer viel trinkt, regelmäßig Cocktails bestellt und vorwiegend Seetage hat, spart mit einem Paket echtes Geld. Wer moderat trinkt und viele Hafentage einplant, fährt mit Einzelbestellungen fast immer günstiger.
Drei Reedereien stechen aus meiner Erfahrung positiv hervor: Mein Schiff, weil du dir über Getränkekosten schlicht keine Gedanken machen musst. Virgin Voyages, weil der Bar-Tab-Ansatz ehrlich und fair ist, ohne den Druck, ein Paket „ausnutzen“ zu müssen. Und Star Clippers, weil die Preise an der Bar so fair sind, dass sich kein Paket der Welt lohnen würde.
Mein wichtigster Rat: Rechne vor jeder Kreuzfahrt individuell durch, basierend auf deinem realen Trinkverhalten, der Anzahl der See- und Hafentage und der Kabinenzusammensetzung. Der Getränkepaket-Rechner weiter oben im Beitrag macht das in 30 Sekunden. Und lass dich nicht von der Angst vor einer hohen Bordrechnung zum Kauf drängen. Manchmal ist die entspannteste Entscheidung, einfach zu bestellen, was du willst, und am Ende die Rechnung zu bezahlen.
Ref: https://fernwehblog.net/kreuzfahrt-getrankepakete/












