Der Text beschreibt eine anspruchsvolle, aber begeisternde 20 km lange Wanderung auf dem neuen Premiumweg „Enzquellenpfad“ im Schwarzwald. Die Tour, die auch in drei kürzere Etappen (Poppelschleife, Enzschleife, Kaltenbachschleife) unterteilt werden kann, bietet pure Naturabenteuer.
Die „Poppelschleife“ führt durch dichte Wälder auf schmalen, wilden Pfaden entlang des Poppelbachs zum Poppelsee, vorbei an einer urigen Wildwiese – eine Szenerie voller Überraschungen und ursprünglicher Schönheit. Trotz Erschöpfung ist der Autor absolut begeistert von den endlosen Pfaden und den beeindruckenden Ausblicken. Die „Enzschleife“ verspricht weitere Höhepunkte mit spektakulären Aussichtspunkten und dem Rauschen der Enz.
Manchmal habe ich so richtig Lust auf ein Abenteuer – etwas forderndes, voller Überraschungen und mit dem Gefühl etwas zu entdecken, das mich zum Staunen bringt…
Müde lasse ich mich aufs Sofa plumpsen und lege meine schweren Beine hoch. Ausgepowerd und zufrieden, denn heute war ein richtig guter Tag – perfektes Wanderwetter, allerschönste Schwarzwald Magie und pures Naturabenteuer auf 20 Kilometern. Trotz der Erschöpfung bin ich absolut begeistert und weiß gar nicht was mir am neuen Premiumweg Enzquellenpfad am besten gefallen hat.
Poppelschleife: Wo die Pfade wild werden und der Wander-Alltag pausiert
Ausgeschlafen und fit sind wir morgens mitten in Gompelscheuer gestartet, direkt an der Quelle der Enz. Der kleine Ortsteil von Enzklösterle ist umgeben von dichten Wäldern und so dauert es nicht lange, bis wir die Häuser hinter uns lassen und auf einem schmalen Pfad unter hohen Bäumen hindurch wandern.
Kurze Info zur Tour: Wen die 20 Kilometer eher abschrecken, kann die Tour übrigens auch in bis zu drei kurze Etappen aufteilen: Poppelschleife, Enzschleife, Kaltenbachschleife – auf der Karte lässt sich das sehr gut erkennen.
Schneller als gedacht erreichen wir Poppeltal, queren eine Wiese auf der im Sommer Lupinen in den schönsten Farben blühen und erfrischen uns an einem urigen Holzbrunnen, aus dem eiskaltes, klares Wasser sprudelt. Nach der Riesenrutschbahn sind wir schon auf dem nächsten abenteuerlichen Pfad, der uns über dicke Wurzeln und Steine, am Poppelbach entlang direkt zum Poppelsee führt. Trotz strahlendem Sonnenschein ist die Atmosphäre hier am Bach außergewöhnlich – die Steine im Wasser sind beinahe schwarz und mit dunklem Moos überzogen. Die Szenerie ist eindrucksvoll und ursprünglich. Am Poppelsee machen wir eine erste kleine Pause, bevor wir über großen Steinen den See an seinem Auslauf überqueren. In einer angenehmen Steigung streifen wir durch einen lichten Kiefernwald, in dem im Herbst das Farn herrlich gold-gelb leuchtet. Wir sind am höchsten Punkt der Tour, was nicht heißt, dass es später nicht nochmal bergauf geht, aber hier geht es zumindest nicht höher. Endlose Pfade schlängeln sich wild durch ein Labyrinth aus Bäumen – es geht nach links, nach rechts, der Wald ist wieder dichter und irgendwann kann ich gar nicht mehr sagen wo genau wir gerade sind. Eigentlich ist das auch egal, denn es ist wunderschön hier und schließlich müssen wir nur den zuverlässigen Wegweisern folgen. Ohne Ausnahme begleiten uns die dunkelroten Schilder und der Schwarzwald Bollenhut auf unserer Tour. Plötzlich lichtet sich der Wald und wir stehen fast sprachlos am Rand einer zauberhaften Wildwiese. Vor einer kleinen Hütte stehen Tische und Bänke und wir können gar nicht anders, als hier noch eine Pause einzulegen. Es ist so ruhig und friedlich hier und einfach wunderschön. Ich kann es kaum fassen, dass ich hier tatsächlich noch nie war, obwohl das doch meine Heimat ist.
Als nächstes führt uns die Tour auf sehr direktem Weg wieder zurück ins Tal, an den Ortsrand von Gompelscheuer. Wem das schon genug Abenteuer und Naturerlebnis war, kann hier zurück zum Startpunkt gehen und die erste der drei Schleifen – die Poppelschleife -abschließen.
Enzschleife: Eindrucksvolle Ausblicke und das lebendige Rauschen der Enz
Uns reicht es natürlich noch lange nicht – wir wandern weiter und gehen nun die Enzschleife an. Es geht wieder bergauf. Auf der Höhe gibt es eindrucksvolle Aussichtspunkte und in der Ferne entdecken wir sogar die Hornisgrinde… (lies unter der Bildergalerie weiter!)
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