Zuckerhaltige Getränke, selbst vermeintlich gesunde Optionen wie Fruchtsäfte und Smoothies, fördern Entzündungen im Körper und beschleunigen das Altern (Inflammaging). Als problematisch gelten Softdrinks, Energy-Drinks, gezuckerte Kaffees, Light-Getränke mit Süßstoffen, Alkohol, sowie frisch gepresste Säfte und Sportgetränke.
Fructose überlastet die Leber und fördert Insulinresistenz. Süßstoffe können zudem das Darmmikrobiom negativ beeinflussen und das Alzheimer-Risiko erhöhen. Diese „stillen“ Entzündungen belasten Gefäße, Gehirn und Organe. Bessere Alternativen sind Wasser, grüner Tee (reich an Polyphenolen), schwarzer Kaffee, Kräutertees und ungezuckerte Joghurtdrinks, die Zellreinigung fördern.
Zuckerhaltige Getränke sind problematisch. Besonders vermeintlich gesunde Drinks, wie Fruchtsäfte und Smoothies, können Entzündungen im Körper fördern.
Was du trinkst, beeinflusst Stoffwechsel, Leber und Alterungsprozesse oft stärker als gedacht. Besonders süße Getränke gelten als Treiber für Entzündungsprozesse im Körper, die dich schneller altern lassen.
Nils Behrens ist einer der bekanntesten Longevity-Experten im deutschsprachigen Raum und Host des Podcasts HEALTHWISE. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.
Entzündungen im Körper: Diese 11 Getränke gelten als problematisch
Einige Getränke stehen besonders stark im Verdacht, Entzündungen zu fördern oder den Körper indirekt zu belasten:
- Softdrinks und Limonaden
- Energy-Drinks
- Gezuckerte Coffee-to-go-Getränke
- Fruchtsäfte und Smoothies aus dem Kühlregal
- Light-Getränke mit Süßstoffen
- Alkohol
- Frisch gepresste Säfte
- Sportgetränke
- Hafer- oder Reismilch in der Standardvariante
- Aromatisiertes Mineralwasser
- Eistee aus dem Supermarkt
Warum gerade süße Getränke so kritisch sind
Zuckerhaltige Getränke bringen den Körper in eine Lage, auf die er immer wieder reagieren muss. Die Fructose aus Fruchtsäften gelangt zudem schneller in die Leber, da die verlangsamende Wirkung von Ballaststoffen fehlt. Übermäßige Fructose-Zufuhr kann zu erhöhten Triglyceriden, Insulinresistenz und im Extremfall zu einer Fettleber führen.
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Auch süße Kaffeegetränke fallen in diese Kategorie. Schwarzer Kaffee kann an sich zwar entzündungshemmend wirken, wenn aber viel Zucker dazukommt, geht dieser Vorteil verloren. Viel Zucker ist allgemein ein großes Problem: Laut einer Studie im British Medicine Journal führt höherer Zuckerkonsum zu einem erhöhten Krebsrisiko.
Süße Alltagsgetränke gelten als möglicher Treiber für sogenanntes Inflammaging. Diese Wortneuschöpfung stammt aus der Forschung und verbindet „Inflammation“ und „Aging“, beschreibt also Entzündungsprozesse, die das biologische Altern beschleunigen können.
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Auch vermeintlich gesunde Optionen sind nicht automatisch besser
Gerade Getränke mit einem „gesunden Image“ werden häufig falsch eingeschätzt. Das betrifft zum Beispiel frisch gepresste Säfte. Sie wirken natürlich, enthalten pro Glas aber oft ähnlich viel Zucker wie eine Limonade.
Sportgetränke sind für Freizeitsport meist unnötig. Sie liefern schnellen Zucker, der häufig nicht direkt verbraucht wird. Auch aromatisiertes Mineralwasser ist nicht automatisch die bessere Wahl. Hier können Süßstoffe oder Aromen enthalten sein, die den Geschmackssinn weiter auf Süße trainieren.
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Ähnlich sieht es bei Hafer- oder Reismilch in der Standardvariante aus. Durch die enzymatische Verarbeitung kann freier Zucker entstehen.
Was Alkohol und Süßstoffe im Körper auslösen können
Nicht nur Zucker steht in der Kritik. Alkohol erhöht die Durchlässigkeit der Darmwand. Das bedeutet, dass Bestandteile aus dem Darm leichter in den Blutkreislauf gelangen können. Dort können sie eine Immunreaktion anstoßen.
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Bei Light-Getränken mit Süßstoffen geht es vor allem um das Mikrobiom. Damit ist die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm gemeint. Laut einer Meta-Analyse von 2025 war künstlich gesüßter Getränkekonsum mit einem um 42 Prozent erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden.
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Außerdem können Süßstoffe die Zusammensetzung des Darmmikrobioms innerhalb weniger Wochen verändern. Der Darm gilt als wichtiger Regulator für Stoffwechsel, Immunsystem und gesundes Altern. Deshalb geraten auch Getränke in den Fokus, die keinen Zucker, aber viele Zusatzstoffe enthalten.
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Was „stille Entzündung“ eigentlich bedeutet
Eine Entzündung ist nicht grundsätzlich schlecht. Bei einem Infekt oder einer Verletzung ist sie sogar notwendig. Das Immunsystem startet dann gezielte Reparatur- und Abwehrprozesse. Problematisch wird es, wenn diese Aktivität nicht mehr richtig herunterfährt. Dann bleiben Entzündungsmarker wie Interleukin-6 oder C-reaktives Protein leicht erhöht.
Das ist oft nicht direkt spürbar, kann aber Gefäße, Gehirn, Leber und Mitochondrien belasten. Mitochondrien sind die Energiezentren der Zellen, und wenn sie unter Druck geraten, kann das viele Prozesse im Körper beeinflussen.
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Diese Getränke sind die bessere Wahl
Die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal streichen. Schon kleine Veränderungen können im Alltag viel bringen. Folgende Alternativen sind eine gute Wahl:
- Wasser, still oder mit Kohlensäure
- Grüner Tee
- Schwarzer Kaffee oder Espresso
- Kräutertees mit Ingwer oder Kurkuma
- Kefir und ungezuckerter Joghurtdrink
Grüner Tee eignet primär wegen Polyphenolen wie Epigallocatechingallat und Quercetin, die mit niedrigeren Entzündungsmarkern und zellulären Reinigungsprozessen in Verbindung gebracht werden.
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