Germany offers private individuals up to 6,000 euros for electric vehicles, aiming to boost accessibility for middle-income households. However, the subsidy isn’t an upfront discount; it’s paid after vehicle registration. Buyers must typically pre-finance initial costs, then apply digitally with Bund-ID and proofs, requiring patience for payout. Despite this, EV registrations are rising significantly, driven partly by the subsidy and wider model choices. Over half of approved applications are from lower-income households, indicating successful social targeting. The €3 billion fund is largely untouched, suggesting ample room for continued EV growth.
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Uns auf Google folgenBis zu 6.000 Euro Förderung gibt es für E-Autos. Ausgezahlt wird die Prämie allerdings erst nach der Zulassung. © Jan Woitas
Seit dem 19. Mai können Privatleute beim Staat bis zu 6.000 Euro Zuschuss für ein Elektroauto beantragen. Doch wer beim Händler 4.000 Euro Sonderzahlung leisten muss, kann nicht damit rechnen, dass der Staat diese Summe vorab übernimmt.
Das Elektroauto soll erschwinglicher werden. Nicht nur für diejenigen, die ohnehin über den nötigen finanziellen Spielraum verfügen, sondern ausdrücklich auch für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen. Seit dem 19. Mai können Privatleute dafür beim Staat bis zu 6.000 Euro Zuschuss beantragen – beim Kauf ebenso wie beim Leasing. Doch ganz so einfach geht das in der Praxis dann doch nicht.
Ein Beispiel: Peter hat sich nach langer Überlegung zu einem Elektroauto durchgerungen. Umwelt, Reichweite, Ladezeiten – alles hat er bedacht. Am Ende gibt den Ausschlag für ihn aber eine viel banalere Frage: Was kostet der Wagen? Sein Wunschmodell könnte mit staatlicher Unterstützung in eine Preisklasse rutschen, in der ein Stromer plötzlich konkurrenzfähig zum Verbrenner wird. Dann beginnt die eigentliche Suche.
Auf den einschlägigen Plattformen wimmelt es von Angeboten mit großen Zahlen und kleinen Fußnoten. Auf der Seite „leasingmarkt.de“ steht neben einem Ford Explorer etwa: „Ab 299 Euro bei 3.000 Euro E-Prämie“. Bei einem Smart #5 heißt es: „Inklusive 6.000 Euro Anzahlung“. Mal ist der Zuschuss bereits in der angezeigten Rate berücksichtigt, mal nicht. Manchmal wird er als Sonderzahlung angesetzt, wodurch die Monatsrate sinkt. Dann wieder wird mit einer zusätzlichen staatlichen Förderung geworben, obwohl der Preis auf der Plattform die Prämie offenbar schon enthält. Wer herausfinden will, was das Auto kostet, muss deshalb erst einmal rechnen. Und zwar selbst.
Zahlen, dann warten
Das ist mehr als ein Schönheitsfehler. Denn die Förderung funktioniert anders, als es viele Werbeanzeigen nahelegen. Der Staat überweist die Prämie nicht beim Kauf an den Händler. Zunächst muss das Auto zugelassen sein, erst danach kann der Kunde oder die Kundin den Antrag stellen. Beim Leasing gilt das genauso: Leasingnehmer:innen beantragen die Förderung selbst, das Fahrzeug muss auf sie zugelassen sein. Für den Antrag braucht es unter anderem ein Bund-ID-Konto sowie die erforderlichen Einkommens- und Fahrzeugnachweise.
Das hat eine praktische Konsequenz. Wer ein Leasingangebot mit 4.000 Euro Sonderzahlung entdeckt, kann nicht davon ausgehen, dass der Staat diese 4.000 Euro beim Händler übernimmt. Die Sonderzahlung wird bei der Auslieferung fällig. Die Förderung kommt erst später. Händler und Leasinggeber weisen an vielen Stellen darauf hin, dass sie für eine Auszahlung der Prämie nicht garantieren können.
Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird damit zunächst eine Liquiditätsfrage. Wer beispielsweise 4.000 Euro Förderung erwartet, muss das Geld unter Umständen erst einmal selbst vorstrecken. Und selbst wer das kann, muss sich gedulden: Der Antrag wird anschließend geprüft, erst danach landet der Zuschuss auf dem Konto.
Der Staat hat das Verfahren zwar bewusst digital angelegt, aber auch das vereinfacht nicht alles. Von der notwendigen „Ausweis-App“ dürften selbst einige Menschen nichts wissen, die bereits seit Jahren einen online-tauglichen Personalausweis in der Tasche haben. Oft ist das der Fall, wenn die Beantragung der Förderung die erste digitale Dienstleistung ist, die jemand in Anspruch nimmt. Oder, wie in Peters Fall: Er hat vor vielen Jahren vergessen, die App direkt mit einer Transport-PIN freizuschalten. Den Brief mit der PIN hat er verlegt.
Die Förderung kann rückwirkend für Fahrzeuge beantragt werden, die seit dem 1. Januar zugelassen wurden. Die Einkommensprüfung erfolgt anhand der beiden aktuellsten Steuerbescheide – aus diesen wird der Durchschnitt gebildet. Bei Familien kommen weitere Nachweise hinzu. Das Verfahren ist damit einfacher als manche frühere Förderbürokratie. Einfach mit dem Händlerpreis verrechnen lässt sich die Prämie trotzdem nicht.
Im Juni wurden rund 84.100 reine Elektroautos neu zugelassen – 78 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr kamen gut 368.000 batterieelektrische Pkw auf die Straße, 48 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Elektroautos einschließlich Plug-in-Hybriden machten im Juni sogar 39 Prozent aller Neuzulassungen aus.
Nur lässt sich dieser Sprung nicht allein auf die neue Prämie zurückführen. Die Zulassungen zogen bereits in den ersten Monaten des Jahres kräftig an, also bevor das Förderportal geöffnet hatte. Und die Hersteller haben ihre Modellpalette deutlich verbreitert. Im Mai stieg der Anteil der privaten Käufer:innen bei reinen Elektroautos erstmals seit dem Ende des alten Umweltbonus wieder über den der gewerblichen Käufer:innen. Die neue Förderung dürfte also einen Schub geben – sie ist aber nicht der einzige Motor.
Milliarden noch im Topf
Die Durchschlagskraft der Bezuschussung lässt sich daher nur mit Vorsicht beurteilen. Bis zum 4. August waren mehr als 28.000 Förderanträge bewilligt – bei über 100.000 Anträgen, meldet das „Handelsblatt“ mit Verweis auf aktuelle Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Bemerkenswert: 51 Prozent davon entfielen auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von höchstens 45.000 Euro. Das deutet zumindest darauf hin, dass die soziale Staffelung nicht völlig am Ziel vorbeigeht.
Gleichzeitig ist der Fördertopf noch weit davon entfernt leerzulaufen. Bis Ende Juni waren 53,9 Millionen Euro bewilligt – bei einem Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro. Zu der Frage, welche Marken in den bewilligten Förderfällen vorne liegen, möchte sich die Behörde erst später äußern. Noch im Juli dominierten dort ausländische Hersteller, vor allem Tesla.
Die staatliche Förderung kann ein Elektroauto deutlich günstiger machen, aber bis aus den 4.000 oder 5.000 Euro auf dem Werbeprospekt Geld auf seinem Konto wird, liegen einige Schritte dazwischen: das richtige Modell finden, die Bedingungen prüfen, das Angebot sorgfältig lesen, Vertrag abschließen, Auto zulassen, Antrag stellen, Nachweise liefern, Prüfung abwarten.
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