Einbecker Brauhaus AG utilized a challenging 2025, marked by a €1.72 million loss from a shrinking beer market and extensive restructuring costs, to strategically redefine its future. CEO Marc Kerger presented the comprehensive overhaul to shareholders.
While beer, with Einbecker and Nörten-Hardenberger brands, remains central, the company is aggressively expanding into non-alcoholic, innovative, and „beyond beer“ categories. This includes new products like Headbanger beer, Hanse-Brause, and planned functional drinks. The diversification aims to reduce dependence on a declining beer market and attract new consumers.
Early 2026 results exceed plans, confirming the chosen course. The company expects a positive annual result by 2027, transforming into a modern, diversified beverage producer.
Die Einbecker Brauhaus AG hat ein schwieriges Geschäftsjahr genutzt, um die Grundlagen für ihre Zukunft zu schaffen. Auf der Hauptversammlung am 12.6. vor 585 Aktionärinnen und Aktionären stellte Vorstand Marc Kerger die Ergebnisse der umfassenden Restrukturierung sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vor. Während Bier mit den Marken Einbecker und Nörten- Hardenberger weiterhin das Herzstück des Geschäfts bleibt, baut das Traditionsunternehmen gezielt neue Geschäftsfelder im Bereich alkoholfreier und innovativer Getränke auf. Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres verlaufen dabei besser als geplant und bestätigen nach Unternehmensangaben den eingeschlagenen Kurs.
Die Einbecker Brauhaus AG hat auf ihrer 60. Hauptversammlung den eingeschlagenen Kurs der Neuausrichtung bekräftigt. Vor 585 Aktionärinnen und Aktionären stellte Vorstand Marc Kerger die Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres sowie die Perspektiven für die kommenden Jahre vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie sich eine traditionsreiche Brauerei in einem schrumpfenden Biermarkt zukunftsfähig aufstellen kann. Die Antwort des Unternehmens ist klar: Bier bleibt das Herzstück der Einbecker Brauhaus AG. Gleichzeitig erweitert das Brauhaus sein Geschäft gezielt um alkoholfreie Getränke, innovative Getränkekonzepte und neue Wachstumskategorien.

„Wir lieben unsere Biere und sie werden immer unser Herzstück bleiben. Aber die Konsumgewohnheiten verändern sich. Deshalb müssen wir uns weiterentwickeln und neue Geschäftsfelder erschließen“, erklärte Vorstand Marc Kerger vor den Aktionären. Die Einbecker Brauhaus AG entwickle sich Schritt für Schritt von einer klassischen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller – mit Bier als unverändertem Kern des Unternehmens.
Schwieriges Marktumfeld prägt Geschäftsjahr 2025
Das Geschäftsjahr 2025 stand erneut unter dem Eindruck eines rückläufigen Biermarktes. Deutschlandweit sank der Bierabsatz um rund sechs Prozent. Gleichzeitig setzt sich die Konsolidierung der Branche fort. Zahlreiche Brauereien kämpfen mit sinkenden Absatzmengen, steigenden Kosten und verändertem Konsumverhalten. Auch große Marktteilnehmer kündigten Werksschließungen und umfassende Sparprogramme an.
Vor diesem Hintergrund erzielte die Einbecker Brauhaus AG einen Umsatz von 33,9 Millionen Euro. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 1,72 Millionen Euro ab. Darin enthalten sind umfangreiche Aufwendungen für Restrukturierungs- und Transformationsmaßnahmen, mit denen das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will.
„Für mich persönlich war dieses Jahr das mit Abstand herausforderndste meiner Laufbahn“ kommentiert Kerger, „für meine Mitarbeitenden ein sehr schweres und belastendes Jahr. Die Zahlen spiegeln die Realität des Marktes wider. Gleichzeitig haben wir die notwendigen Entscheidungen getroffen, um das Unternehmen für die Zukunft aufzustellen. Dieser Umbau war unvermeidbar und er zeigt bereits erste Wirkungen“, sagte Kerger.
Restrukturierung weitgehend abgeschlossen
Im vergangenen Jahr hat die Einbecker Brauhaus AG ihre Strukturen konsequent an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Prozesse wurden neu organisiert, Kosten reduziert und die Personalstruktur schrittweise angepasst. Die Zahl der Beschäftigten wurde reduziert, überwiegend über natürliche Fluktuation, auslaufende Verträge und einvernehmliche Lösungen.
Parallel dazu wurden wichtige Führungspositionen neu besetzt. Mit Thorsten Husmann als Sales Director und Andrej März als kaufmännischem Leiter wurden zentrale Weichen für die weitere Entwicklung gestellt. Trotz der Belastungen durch den Umbau bleibt die finanzielle Situation stabil. Die Liquidität des Unternehmens war und ist jederzeit gesichert.
Bier bleibt Kernkompetenz
Auch künftig werden die Marken Einbecker und Nörten-Hardenberger das Fundament des Unternehmens bilden. Gleichzeitig reagiert das Brauhaus auf die Veränderungen im Getränkemarkt. Während klassische Biersegmente vielerorts rückläufig sind, wachsen alkoholfreie und funktionale Getränke sowie leichtere Bierstile. Genau in diesen Bereichen will Einbecker künftig stärker wachsen.


Dazu gehört der weitere Ausbau des alkoholfreien Sortiments mit Produkten wie Einbecker Lager 0,0 Prozent, Brauherren Pils Alkoholfrei, Null Bock oder das neue alkoholfreie Ein Pale Ale. Hinzu kommen neue alkoholfreie Biermischgetränke sowie innovative Produktkonzepte.
Ein wichtiger Baustein ist die neue Marke Headbanger, die gemeinsam mit Radio BOB! entwickelt wurde. Mit ihr baut das Unternehmen erstmals eine national ausgerichtete Biermarke auf. Bereits in den ersten Monaten wurden rund 1.500 Hektoliter abgesetzt. Höhepunkt der Markteinführung wird das Headbanger Festival am 22. August sein.
Wachstum auch jenseits des Biermarktes
Darüber hinaus erschließt die Einbecker Brauhaus AG gezielt sogenannte Beyond-Beer-Kategorien. Dazu zählen die Hanse-Brause-Produktfamilie, der Vertrieb der neue Weinschorlen-Marke ‚erwyn‘, das Bier-Mate-Getränk ‚Beer Mate‘ sowie die geplanten Functional-Drink-Marken ‚Hoppy‘ und ‚Solum‘, mit denen das Unternehmen das Feld neuer Trend-Getränkekategorien betritt. Ziel ist es, zusätzliche Zielgruppen anzusprechen und neue Wachstumsfelder zu erschließen. Ein interessantes neues Produkt ist auch das ‚EIN Pale Ale‘, das es jetzt mit und ohne Alkohol gibt und mit dem die Zusammenarbeit mit den Landwirten der regionalen Braugerste fortsetzt.
„Wir verlassen das Bier nicht. Aber wir ergänzen unser Portfolio um Produkte, die zu den Konsumenten von morgen passen. So schaffen wir neue Absatzmöglichkeiten und reduzieren gleichzeitig unsere Abhängigkeit von einem schrumpfenden Markt“, erläuterte Kerger.
Erste Monate 2026 stimmen optimistisch
Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr verläuft bislang besser als erwartet. Nach Angaben des Vorstands liegen Absatz, Umsatz und Rohertrag in den ersten fünf Monaten über den konservativ geplanten Werten. Besonders positiv entwickeln sich die Marken Nörten-Hardenberger, Einbecker Brauherren Pils, Einbecker Lager 0,0 Prozent und Einbecker Brauherren Pils Alkoholfrei. Für das Jahr 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Fehlbetrag im mittleren sechsstelligen Bereich. Bereits 2027 soll jedoch wieder ein positives Jahresergebnis erreicht werden. Wechsel im Aufsichtsrat
Im Rahmen der Hauptversammlung wurde zudem Robert Depner verabschiedet, der dem Aufsichtsrat seit 29 Jahren angehörte und ihn seit 2004 als Vorsitzender prägte. Vorstand Marc Kerger würdigte sein langjähriges Engagement für das Unternehmen.
Als neues Mitglied des Aufsichtsrats wurde Michael Bartholl gewählt.
Der Diplom-Betriebswirt verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Getränkeindustrie, unter anderem als Vorsitzender der Zentralgeschäftsführung der Franken-Brunnen-Unternehmensgruppe, und soll die weitere Entwicklung des Unternehmens begleiten. Jürgen Brinkmann, Kai-F. Binder und Gerhard Mertes sind in ihren Mandaten bestätigt worden. Hinzu kommen noch die beiden neuen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, Thomas Buschbeck und Jannick Will.
Zuversichtlicher Blick nach vorn
Trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfeldes sieht sich die Einbecker Brauhaus AG heute besser aufgestellt als noch vor einem Jahr. Die Restrukturierung ist weitgehend abgeschlossen, neue Produkte kommen in den Markt und die wirtschaftliche Entwicklung liegt über Plan.
„Wir haben die Grundlage geschaffen, um die Zukunft des Unternehmens aktiv zu gestalten. Bier bleibt unser Herzstück. Gleichzeitig entwickeln wir Einbecker zu einem modernen Getränkeunternehmen weiter. Genau darin sehen wir die Chance für nachhaltiges Wachstum“, sagte Kerger.
Weitere Infos finden Sie unter: Hauptversammlung – Einbecker Brauhaus AG
Über die Einbecker Brauhaus AG
Echt. Einbecker. Echtheit, Leidenschaft und Gemeinschaft sind zentrale Werte der Einbecker Brauhaus AG. Das Haus, dessen Historie bis ins Jahr 1378 zurückreicht, erfand das Bockbier. Mit aktuell fünf Bockbiersorten plus zwölf weiteren Bierspezialitäten und dem Erfrischungsgetränke-Sortiment „Hanse Brause“ bietet Einbecker seinen Konsument*innen und Fans eine große Vielfalt. Mit seinen Tochtergesellschaften, der Hanse Service- und Logistik GmbH und der Hanse Drinks & Concepts GmbH, sowie den regionalen Biermarken Göttinger, Härke, Martini und Nörten-Hardenberger ist die Einbecker Brauhaus AG ein starker Player in der Region.
Quelle/Bildquelle: Einbecker Brauhaus AG
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