Christian Petzold, a key German „auteur“ and „Berlin School“ filmmaker, is celebrated by arte with a six-film series. Available in the Mediathek from August 10th, the TV series starts August 26th. Petzold’s post-war drama „Phoenix“ airs August 25th.
„Phoenix“ follows Nelly (Nina Hoss), a Jewish Holocaust survivor. Returning after the war, she meets her husband Johnny (Ronald Zehrfeld), who doesn’t recognize her disfigured appearance. He then convinces her to impersonate his „deceased“ wife to claim her inheritance. This intense film, employing film noir aesthetics, explores lost love, guilt, and post-war German repression.
Christian Petzold gehört seit den 2000er-Jahren zu den ganz Großen des deutschen Autorenkinos; arte widmet dem Filmemacher, einem zentralen Vertreter der sogenannten Berliner Schule, ab 26.8. eine kleine Reihe, die sechs seiner Filme umfasst und die komplett seit 10.8. auch in der arte-Mediathek verfügbar ist.
Im TV-Programm von arte macht am 25.8. Petzolds Nachkriegsdrama „Phoenix“ den Auftakt, die Adaption eines Romans von Hubert Monteilhet. Der Jazz-Song „Speak Low“, den Kurt Weill zu den Versen von Ogden Nash schrieb, wird zum Schlüsselmotiv. „Speak low“, heißt es darin, „when you speak of love“, und: „Love is a spark lost in the dark too soon, too soon.“ Entsprechend geht es im Film um eine verlorene Liebe – und zwar eine, die unter ganz besonders tragischen historischen Umständen gescheitert ist. Die Jüdin Nelly (Nina Hoss), eine der beiden Hauptfiguren, entging bis ins Jahr 1943 der Verfolgung durch die Nazis, weil ihr Mann Johnny (Ronald Zehrfeld) ein Versteck für sie gefunden hatte. Doch dann flog das Versteck auf, Nelly wurde ins KZ deportiert, das Paar getrennt.
Nach Kriegsende kehrt Nelly zurück und macht sich auf die Suche nach Johnny. Doch das Wiedersehen ist alles andere als romantisch. Johnny erkennt die vom KZ gezeichnete Nelly nicht, als sie ihm wieder begegnet. Oder will er sie unterbewusst nicht erkennen?Jedenfalls überredet er die vermeintliche Fremde, in die Rolle seiner Frau zu schlüpfen, um an deren Erbe zu gelangen.
Petzold macht aus diesem Stoff um eine sozusagen untote Liebe als Folge des Holocaust eine dichte Literaturverfilmung, die sich dem Umgang mit der Shoah im Nachkriegsdeutschland mit den Mitteln der (Kino-)Mythen nähert. Die beklemmende Raumpoetik, eine Bildsprache im Sinne des Film noir sowie großartige Darsteller machen den Film zum intensiven Gefühls- und Spannungskino über Schuld und Verdrängung. – Sehenswert ab 14.
In der Mediathek von arte sind noch weitere Filme von Christian Petzold zu finde.
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