The trend of adding collagen powder to morning coffee for radiant skin is largely marketing-driven, not scientifically proven, according to nutritionist Daniela Krehl. She explains that ingested collagen, a vital body protein, is broken down into basic amino acids in the digestive tract, just like any other protein. The body then decides where these building blocks are used, without specifically targeting skin or wrinkles.
Existing studies showing minor improvements are often small, short-term, and industry-funded, offering no basis for general recommendations. Kollagen in coffee is an expensive protein supplement, providing no guaranteed „glow.“ A healthy lifestyle, including UV protection, balanced diet, sufficient sleep, and exercise, remains far more effective for skin health than any coffee additive.
Kollagen im Morgenkaffee verspricht strahlende Haut. Doch was sagt die Wissenschaft dazu wirklich? Eine Ernährungsexpertin ordnet den Trend ein.
Zum Kaffee noch eine Portion Kollagen: Hast du in deinem Bekanntenkreis vielleicht auch schon von dem Ritual gehört, nach dem man sich mit reichlich Kollagenpulver im Morgenkaffee schöner trinken soll?
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Kollagen als Trend – aber was steckt dahinter?
„Der Trend lebt vor allem von geschicktem Marketing – die wissenschaftliche Grundlage ist deutlich weniger glamourös als die Werbeversprechen“, sagt Daniela Krehl. Nach Angaben der Ernährungswissenschaftlerin von der Verbraucherzentrale Bayern wird Kollagenpulver oft als Wundermittel für straffe Haut, kräftige Haare oder feste Nägel beworben. „Doch dafür gibt es nach unserer Einschätzung keine überzeugenden Belege“, zieht die Verbraucherschützerin den Kollagen-Jüngern den Zahn.
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Was ist Kollagen?
Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper und macht rund 25 bis 30 Prozent der gesamten Proteinmasse aus. Es ist ein zentrales Strukturprotein und bildet das Gerüst von Haut, Knochen, Sehnen, Knorpel und Blutgefäßen. Biochemisch gehört Kollagen zu einer Familie aus über 28 Typen, die überwiegend durch eine charakteristische Tripelhelix aus drei Polypeptidketten gekennzeichnet sind. Typisch ist ihr hoher Gehalt an Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Für die Bildung von Hydroxyprolin und damit für eine normale Kollagensynthese ist Vitamin C unverzichtbar.
Der Körper produziert Kollagen selbst, vor allem durch Fibroblasten des Bindegewebes. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Eigenproduktion allmählich ab; häufig wird ein Rückgang ab etwa dem 25. Lebensjahr genannt. UV-Strahlung, Rauchen und oxidativer Stress können den Kollagenabbau zusätzlich beschleunigen.
Krehl beschreibt das zentrale Problem so: „Kollagen, das wir essen oder trinken, landet nicht einfach in der Haut. Es wird im Verdauungstrakt zunächst in kleine Eiweißbausteine zerlegt – genauso wie das Eiweiß aus Joghurt, Bohnen oder einem Frühstücksei.“ Danach bestimme der Körper selbst, wo diese Bausteine gebraucht werden. „Es gibt also keinen Mechanismus, der sie gezielt in Falten oder schlaffe Haut schickt“, sagt Krehl.
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Kollagen steuert nicht automatisch Falten an
Nach Aussage der Expertin gibt es zwar einzelne Studien, die kleine Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit oder Elastizität zeigen. Viele dieser Untersuchungen seien aber klein, liefen nur kurz oder wurden von Herstellern bezahlt. Deshalb könne man daraus keine allgemeine Empfehlung ableiten. Auch bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist Krehl zufolge bisher kein Health Claim zugelassen worden, der eine Verbesserung der Haut durch Kollagen belegt.
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Expertin: Teurer Eiweißzusatz statt garantiertem Glow
Wenn du also Kollagen in deinen Kaffee rührst, bekommst du laut Daniela Krehl vor allem eines: „Teuren Eiweißzusatz, aber keinen garantierten Glow“. Wissenschaftlich mache es zudem keinen entscheidenden Unterschied, ob du zu einem teuren Markenprodukt oder zu günstigem Pulver aus der Drogerie greifst: „Höhere Preise bedeuten auf jeden Fall nicht automatisch eine bessere Wirkung.“
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Und wie sieht es mit der Menge aus? Anbieter nennen für den Kaffee oft etwa einen Esslöffel, das entspricht ungefähr 10 bis 15 g Kollagenpulver. „Wie viel Kollagen sinnvoll wäre, lässt sich aus den genannten Gründen nicht seriös beantworten. Die in Studien verwendeten Mengen liegen meist zwischen etwa 2,5 und 10 g täglich“, so die Verbraucherschützerin.
Was der Haut besser hilft als Pulver im Kaffee
Für gesunde Haut gibt es laut Daniela Krehl weiterhin Maßnahmen, die deutlich besser belegt sind. Sie nennt: „Nicht rauchen, UV-Schutz, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Flüssigkeit und Eiweiß sowie viel Gemüse und Obst.“
Diese Faktoren beeinflussen die Haut nachweislich stärker als ein Löffel Kollagen im Kaffee. Anders gesagt: „Schöne Haut entsteht nicht im Kaffeebecher, sondern durch den Lebensstil“, fasst die Expertin zusammen.
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