RKI-ZIG researchers, in collaboration with the WHO-Hub and London School of Hygiene, developed an evaluation framework to assess how mathematical models inform public health decision-making. These models are crucial for understanding disease spread and intervention impacts, and the framework helps optimize their integration into policy.
Presented at the International Pandemic Sciences Conference in Singapore (July 2026), the framework was applied to the Mpox outbreak and is now being validated in Singapore with local partners (National University of Singapore). Interviews will inform a guide for translating modeling into policy, fostering common understanding. RKI also supported the WHO-Hub’s ‚Collaboratory‘ platform for global sharing of analytical tools.
Foto 1: Eine RKI-Forscherin steht vor einer projizierten Präsentationsfolie auf der International Pandemic Sciences Conference und stellt das Evaluierungsrahmenwerk vor.
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Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu treffen, ist eine komplexe Angelegenheit. Hilfsmittel, die bei diesen Entscheidungen helfen können, sind mathematische Modelle: Sie werden entwickelt und eingesetzt, um die Ausbreitung von Krankheiten, die Wirkung von Maßnahmen und die Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung besser zu verstehen. Der gesamte Prozess von der Modellierung bis zur Entscheidungsfindung kann jedoch Herausforderungen mit sich bringen. Wie bei allen Prozessen ist es wichtig, diese regelmäßig zu evaluieren. Dann kann man verstehen, was gut funktioniert und was verbessert werden kann.
Um solche Evaluierungen durchzuführen, haben Forscher des Zentrums für internationalen Gesundheitsschutz (ZIG) am Robert-Koch-Institut (RKI) einen Evaluierungsrahmen entwickelt. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem WHO-Hub Pandemie- und Epidemieaufklärung (WHO-Hub) und der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Die Forscher stellten diesen Evaluierungsrahmen auf der International Pandemic Sciences Conference vom 1. bis 3. Juli 2026 in Singapur vor, die gemeinsam vom Pandemic Sciences Institute der Universität Oxford und dem PREPARE-Programm des singapurischen Gesundheitsministeriums veranstaltet wurde.
Präsentation des Evaluierungsrahmenwerks auf der Pandemic Sciences Conference
Die ZIG-Forschenden hatten das Evaluierungsrahmenwerk zuvor bereits auf den Einsatz von WHO-Analysen beim Umgang mit dem Mpox-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo angewendet. Um die Anwendbarkeit des Rahmenwerks auch in einem anderen Kontext zu testen, arbeiteten die RKI-Forschenden mit Forschenden der Saw Swee Hock School of Public Health der National University of Singapore zusammen. Zusammen wenden sie das Evaluierungsrahmenwerk im singapurischen Kontext an und validieren es.

Foto 2: Eine RKI-Forscherin bespricht mit einer Konferenzteilnehmerin auf der International Pandemic Sciences Conference ihr Poster zum Evaluierungsrahmenwerk.
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Die Forschenden der National University of Singapore und des Robert-Koch-Instituts bei einem Besuch im Gesundheitsministerium in Singapur

Foto 3: Die beiden RKI-Forschenden stehen gemeinsam mit ihrer Partnerin von der National University of Singapore in der Eingangshalle des singapurischen Gesundheitsministeriums.
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Durch Interviews mit Akteuren aus den Bereichen Modellierung, Wissensumsetzung und Entscheidungsfindung im Bereich der öffentlichen Gesundheit sammelten sie wertvolle Erkenntnisse, die als Grundlage für einen kontextbezogenen Evaluierungsleitfaden für Systeme dienen sollen, die Modellierungsergebnisse in politische Entscheidungen umsetzen. Die konkreten Evaluierungsergebnisse werden zudem allen Beteiligten zur Verfügung gestellt, um ein gemeinsames Verständnis des Systems zur Modellierung für die Entscheidungsfindung in Singapur zu schaffen und Diskussionen über weitere Entwicklungen anzuregen.
Auf der Konferenz unterstützten die Forschenden zudem Partnerinnen des WHO-Hubs mit einem Programmpunkt zum von der WHO betriebenen „Collaboratory“ – einer Online-Plattform, auf der mehrere Praxisgemeinschaften im Bereich der Pandemie- und Epidemieaufklärung vertreten sind. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Bedürfnisse und Möglichkeiten, wie Analysewerkzeuge auf dem „Collaboratory“ geteilt werden können, um globale gemeinsame Analysebemühungen zu unterstützen.
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