A study by Xport on 19,400 German hotel websites reveals a significant lack of digital accessibility. A year after Germany’s Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) came into force, 86% of sites violate Web Content Accessibility Guidelines (WCAG). Only 14.4% were found to be free of WCAG errors.
Surprisingly, 4- and 5-star hotels performed worse than 1- and 2-star hotels, attributed to their greater website complexity with booking functions and multimedia. Larger hotels also scored lower. Authorities announced increased automated checks for digital offerings, particularly focusing on complex sites with online booking capabilities. Xport highlights that accessibility is becoming a crucial quality and compliance topic, noting many common errors can be resolved centrally in website templates.
Die digitale Barrierefreiheit der eignen Homepage bleibt für viele Hotels eine Baustelle. Laut einer Studie von Xport, einem Unternehmen, das Websites anbietet, weisen 86 Prozent von rund 19.400 untersuchten Hotelwebsites Verstöße gegen Barrierefreiheitsstandards auf. Behörden haben laut Xport angekündigt, auf automatisierte Website-Prüfungen zu setzen.
Vor einem Jahr ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) in Kraft getreten. Die Dresdner Agentur Xport hat 19.400 Hotelwebsites mithilfe eines automatisierten Prüfverfahrens untersucht. Das Ergebnis: Nur 14,4 Prozent der Websites waren frei von festgestellten WCAG-Fehlern, sprich: Verstößen gegen die Web Content Accessibility Guidelines. Hierbei werden die Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und technische Robustheit bewertet. Lediglich 3,1 Prozent wiesen weder Barrierefreiheits- noch Kontrastfehler auf.
Vier- und Fünf-Sterne-Hotels schneiden schlechter ab
Überraschend fällt das Ergebnis bei den Hotelkategorien aus. Vier- und Fünf-Sterne-Hotels erreichten in der Untersuchung niedrigere Werte als Häuser der Ein- und Zwei-Sterne-Kategorie. Als Ursache nennt Xport die höhere technische Komplexität vieler Hotelwebsites der Vier- und Fünf-Sterne-Häuser mit Buchungsstrecken, Filterfunktionen, Multimedia-Inhalten und zusätzlichen Anwendungen.
Auch größere Betriebe schnitten tendenziell schlechter ab als kleinere Häuser. Dagegen zeigten sich zwischen Stadt- und Landhotels kaum Unterschiede.
Automatisierte Kontrollen werden voraussichtlich zunehmen
Für die Hotellerie gewinnt das Thema auch regulatorisch an Bedeutung. Nach Angaben von Xport will die Marktüberwachungsstelle der Länder für Barrierefreiheit digitale Angebote künftig risikobasiert kontrollieren. Zum Einsatz kommen dabei automatisierte Software-Prüfungen, die durch Beschwerden von Gästen oder Verbänden sowie manuelle Kontrollen ergänzt werden können.
In die Bewertung fließen unter anderem Reichweite, Marktbedeutung und die Komplexität digitaler Angebote ein. Damit geraten insbesondere Hotelwebsites mit Online-Buchungen und zahlreichen Zusatzfunktionen in den Fokus.
Viele Fehler lassen sich zentral beheben
„Barrierefreiheit wird zum Qualitäts- und Compliance-Thema“, sagt Xport-Geschäftsführer Alexander Creutzburg. Viele der häufigsten Probleme könnten jedoch direkt im Website-Template behoben werden. Davon würden einzelne Hotels ebenso profitieren wie ganze Hotelgruppen mit zentral gepflegten Webauftritten.
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