German handball club HSG Nordhorn-Lingen, former EHF Cup winner (2008), faces severe financial difficulties, nearing bankruptcy. The club confirmed its „economically challenging situation.“ Financial reports reveal 904,000 Euros in liabilities and a negative equity of nearly 779,000 Euros, indicating over-indebtedness. While Nordhorn-Lingen claims short-term debts are manageable and spectator numbers are rising, the crisis is grave. A rescue plan is being developed urgently with partners. Despite the financial woes, the HBL granted them a playing license. Coach Mark Bult now faces a challenging season, implementing austerity measures and managing significant squad restructuring.
Droht der nächste Handball-Schock? Traditionsverein HSG Nordhorn-Lingen steckt finanziell in großen Schwierigkeiten. Der Handball-Zweitligist (2008 noch EHF-Pokalsieger) steht – mal wieder – kurz vor der Pleite. Das gab der Verein jetzt auf seiner Homepage selbst zu.
Da heißt es: „Die HSG Nordhorn-Lingen bestätigt, dass sich der Club weiterhin in einer wirtschaftlich herausfordernden Situation befindet. Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern und weiteren Beteiligten aus Wirtschaft und Politik im Emsland und der Grafschaft mit Hochdruck daran, eine langfristige, tragfähige Lösung für die HSG zu entwickeln. Die HSG wird sich zeitnah ausführlicher zu den Hintergründen der aktuellen Lage sowie den weiteren Schritten Richtung Zukunft äußern.“
Handball: Fast 780.000 Euro bilanzielles Minus, Nordhorn-Lingen gibt Finanzkrise zu
Die Zahlen aus der zuletzt im März 2026 veröffentlichten Bilanz (Quelle: Unternehmensregister) zeigen, warum die HSG Nordhorn-Lingen derzeit um ihre Zukunft kämpft. Zum 30. Juni 2025 weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten in Höhe von rund 904.000 Euro aus. Noch alarmierender ist jedoch der sogenannte „nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag“, der innerhalb eines Jahres von rund 156.000 Euro auf knapp 779.000 Euro angestiegen ist. Das bedeutet: Das Eigenkapital ist bilanziell vollständig aufgezehrt, die Gesellschaft weist eine deutliche bilanzielle Überschuldung aus.
Zwar betont die HSG in ihrem Jahresabschluss, dass sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten durch vorhandene liquide Mittel und Forderungen bedient werden können. Zudem verweist der Klub auf gestiegene Zuschauerzahlen und höhere Einnahmen. Dennoch verdeutlichen die Bilanzzahlen die Schwere der Lage. Hinter den Kulissen wird deshalb jetzt an einem Rettungsplan gearbeitet. Trotzdem hat die HBL dem Klub die Spiellizenz erteilt. Trainer Mark Bult (43/früher Spieler bei den Füchsen, Gummersbach und Flensburg) hat jetzt keinen leichten Job, muss jetzt die Vorbereitung auf die neue Saison trotz hartem Sparkurs, großem personellem Umbruch wie geplant durchziehen.
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