St. Georgen faces a severe decline in indoor pools, with 559 children, including 285 under five, on the DLRG swimming course waiting list. Despite high demand, the local indoor pool’s future is uncertain due to financial difficulties. Mayor Rieger stresses its importance for an attractive city. Critical staffing shortages (only two supervisors) force limited, alternating opening times with the outdoor pool, hindering recruitment. Increased entry fees, necessary for high maintenance costs and municipal obligations, are causing public dissatisfaction. Rieger urges understanding and citizen support to preserve these vital community assets.
Das Aussterben der Hallenbäder in der Region ist deutlich spürbar. DLRG-Vorsitzender Sascha Hummel nennt konkrete Zahlen: Aktuell stehen 559 Kinder auf der Warteliste für einen Schwimmkurs. Darunter sind 285 Kinder unter fünf Jahren, 120 Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren sowie 150 Kinder ab sieben Jahren.
Die DLRG bietet an zwei Abenden pro Woche Schwimmkurse an. Insgesamt werden 35 verschiedene Kurse von fünf Ausbildern betreut. Dabei ist jeweils ein Ausbilder für 16 bis 20 Kinder verantwortlich. „Mehr als die Hälfte der Kinder kommt von außerhalb“, sagt Hummel. Der Andrang ist also groß – und das weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dennoch kämpft auch das Hallenbad in St. Georgen um seine Zukunft.
Wie viele andere Kommunen steht St. Georgen vor finanziell schwierigen Zeiten. „Die Zeichen für das kommende Jahr stehen nicht gut“, sagt Bürgermeister Michael Rieger. Er findet: Um eine Stadt attraktiv zu halten, müssten Einrichtungen wie Hallenbäder erhalten bleiben.
Personal stößt an seine Grenzen
Im Sommer sind sowohl das Hallenbad als auch das Naturfreibad Klosterweiher geöffnet. Dadurch stößt das Badepersonal an seine Belastungsgrenze. Der Stadt stehen derzeit lediglich zwei hauptamtliche Aufsichtskräfte zur Verfügung. Deshalb mussten die Öffnungszeiten von Hallenbad und Klosterweiher angepasst werden. An den Wochenenden kann jeweils nur eines der beiden Bäder geöffnet sein.
Hinzu kommt, dass es kaum möglich sei, neues Fachpersonal zu gewinnen. Dadurch könnten die Öffnungszeiten nicht in dem Umfang angeboten werden, den sich viele Bürger wünschen, erklärt Rieger.
Fehlende Wertschätzung
Mit der notwendigen Erhöhung der Eintrittspreise sei auch die Unzufriedenheit einiger Bürger gewachsen. Für Bürgermeister Rieger ist diese Kritik nur bedingt nachvollziehbar. „Man sollte es schätzen, dass es in St. Georgen zwei Bäder gibt“, betont er.
Neben dem Hallenbad muss auch das Naturfreibad Klosterweiher regelmäßig instand gehalten werden. Allein dort fallen Investitionen in Millionenhöhe an. Deshalb bittet Rieger um Verständnis für die gestiegenen Eintrittspreise.
Die Hallenbadsanierung 2016 kostete St. Georgen 7,5 Millionen Euro. (Archivfoto) Foto: Roland Sprich
Zudem habe die Stadt zahlreiche Pflichtaufgaben zu erfüllen, die Vorrang hätten – etwa Schulen und Kindergärten. Gleichzeitig profitierten gerade diese Einrichtungen vom Hallenbad, da dort Schwimmunterricht angeboten werden könne.
Gemeinsam für den Erhalt
Für Rieger steht trotz aller Widrigkeiten fest: „Man sollte alles daransetzen, solche Einrichtungen erhalten zu können.“ Dafür brauche es auch die Unterstützung der Bürger. Jeder könne seinen Beitrag leisten, um die Stadt lebendig zu halten.
Als positives Beispiel nennt der Bürgermeister die große Beteiligung an der Patenschaft für die Entschlammung des Klosterweiher. „Es war schön zu sehen, wie sich die Bürger engagiert haben“, erinnert sich Rieger.
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