Here’s the summary in 100 words and its German translation:
English Summary (100 words):
Lufthansa Technik’s „Aeroshark“ project employs artificial shark skin technology to enhance aircraft fuel efficiency. Tiny riblets, mimicking shark skin, are applied as transparent stickers to reduce aerodynamic drag. This innovation aims to save approximately one percent of fuel and CO2 per flight. The technology has already been tested on 22 aircraft, including Boeing 777s and 747s. Currently, an Airbus A319, named „Starnberg,“ is adorned with 70 such stickers for further evaluation. The goal is to develop highly durable materials suitable for all aircraft surfaces. This project, which runs until February 2027, exemplifies the industry’s continuous efforts toward sustainable aviation through incremental advancements.
Deutsche Übersetzung (German Translation):
Lufthansa Techniks „Aeroshark“-Projekt nutzt künstliche Haifischhaut-Technologie, um die Treibstoffeffizienz von Flugzeugen zu steigern. Winzige Riblets, die Haifischhaut nachahmen, werden als transparente Aufkleber angebracht, um den aerodynamischen Widerstand zu reduzieren. Diese Innovation zielt darauf ab, etwa ein Prozent Treibstoff und CO2 pro Flug einzusparen. Die Technologie wurde bereits an 22 Flugzeugen getestet, darunter Boeing 777s und 747s. Aktuell ist ein Airbus A319 namens „Starnberg“ mit 70 dieser Aufkleber zur weiteren Evaluation versehen. Ziel ist die Entwicklung hochbeständiger Materialien, die für alle Flugzeugoberflächen geeignet sind. Dieses Projekt, das bis Februar 2027 läuft, verdeutlicht die kontinuierlichen Bemühungen der Industrie um nachhaltige Luftfahrt durch schrittweise Fortschritte.
Die Königin der Lüfte ist der Jumbo. Die Boeing 747 verbraucht im Reiseflug zehn bis elf Tonnen Kerosin je Stunde. Das sind zwischen Frankfurt und Los Angeles je nach Wind und Gewicht 120 bis 140 Tonnen. Auf einem Flug. Nun kommt Lufthansa Technik daher und erzählt uns was vom heldenhaften Hai, mit dessen Hilfe Treibstoff eingespart werden soll. Und zwar mehr als bisher gedacht. An 22 Flugzeugen der Konzernflotte, darunter Boeing 777 der Swiss und Austrian Airlines, 777-Frachter der LH Cargo und eine 747-400 der Lufthansa, klebte schon Haifischhaut zur Probe. Künstlich hergestellt, selbstredend. Damit würden 19 Tonnen Kerosin eingespart, äquivalent 60 Tonnen CO₂. An einem Tag.
Der Fortschritt in der Luftfahrt ist einer in kleinen, beharrlichen Schritten. Ins Auge fallen die gebogenen Enden der Tragflächen, die Verwirbelungen minimieren und so die Effizienz steigern. Eher unsichtbar ist die Haifischhaut, die als transparenter Aufkleber aufgeklebt wird. Und dort auch bleiben muss, weswegen sie an besonders umströmten Stellen bislang keine Chance hat. Das wollen wir doch mal sehen, sagen die technischen Lufthanseaten und nehmen jetzt einen Airbus A319 der Tochtergesellschaft City her.
70 Aufkleber auf dem Starnberg
Die D-ABGK mit dem Taufnamen Starnberg wird mit 70 Stickern unterschiedlicher Façon zu je 20 mal 20 Zentimetern beklebt, auf den Rumpfseiten sowie innen und außen an der Triebwerksverkleidung. Die nächste Generation soll dann derart anhänglich sein, dass sie auch auf den Tragflächen und am Höhen- und Seitenleitwerk angebracht werden kann. Dort selbst weht noch mal ein ganz anderer Wind, korrekter: In diesen Bereichen wirken höhere aerodynamische Kräfte.
Haut Couture: 70 solcher Kleber werden auf den Airbus aufgetragen.Lufthansa
Die Idee ist immer gleich. Die Haut von Haien weist feine, in Strömungsrichtung ausgerichtete Rillen auf. Diese Riblets reduzieren den Reibungswiderstand und verbessern die Strömungseigenschaften im Wasser. Dass die Kerle was können, was wir nicht können, haben wir während eines Schnuppertauchgangs erlebt. Da stand ein Hai in entgegengesetzter Richtung scheinbar regungslos in der Strömung, während unsereeins in vielleicht fünfzehn Metern Abstand so schwungvoll wie machtlos vorbeitrieb. Ins Beuteschema passt uns offensichtlich nicht, sonst wäre es ja schwierig mit diesen Zeilen.
Hai und Albatros
Das Marketing der Lufthansa gibt dem Effekt den Namen Aeroshark. Der zusammen mit der ehemaligen BASF Coatings, die nun recht eingängig Surventis heißt, entwickelte Oberflächenfilm hat Riblets von nur 50 Mikrometer Höhe, die entlang des Luftstroms ausgerichtet sind. Der reduzierte Luftwiderstand spart nach Angaben der Protagonisten rund
ein Prozent Treibstoff und CO₂ je Flug. Gesucht wird jene Materialzusammensetzung, die besonders robust ist, sich einfach auftragen, reinigen und später rückstandsfrei wieder entfernen lässt. Der eierlegende Wollmilchhai eben.
Allein ist das schwimmende Vorbild derweil nicht. Tiere spielen eine gehörige Rolle in der Luftfahrt. Neben dem Hai macht der Albatros Karriere, der mit seinem besonderen Schultergelenk Airbus beflügelt. Erprobt wird eine lange, dünne Tragfläche mit Gelenk für die äußersten Meter, womit Arretiert im Reiseflug Kraftstoff eingespart werden soll und hochgeklappter Platz beim Parken am Terminal.
Zunächst bis Februar 2027 läuft Lufthansas hailige Testreihe an der grundsätzlich zwischen Hamburg und München pendelnden Starnberg. Passagiere erkennen den Probanden an einem Aufkleber neben der Tür, der im Gegensatz zu seinem übrigen klebenden Kumpels gut sichtbar ist, nämlich gelb.
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